Partnerschaftliches Bauen bei den Neubauten der Landesbank Baden-Württemberg

09.06.2004


Mit vier neuen Gebäuden vollendet die Landesbank Baden-Württemberg die Konzentration ihrer Büro- und Dienstleistungseinheiten in Stuttgart. Drees & Sommer Stuttgart verantwortete bei diesem Großprojekt das komplexe Baumanagement.

Aufgabe des Projektmanagements war es, den pünktlichen Einzug der LBBW-Mitarbeiter zu sichern, die Kosten für die Bauherren einzuhalten und hohe Qualitätsstandards bei den Gebäuden zu gewährleisten.
Über allen Handlungen stand dabei der Leitgedanke einer guten Kommunikation und Kooperation zwischen den Baubeteiligten, um dadurch einen optimalen Planungs- und Bauablauf zu ermöglichen.

Startphase und Architektenwettbewerb
Um die Anforderungen an die neuen Gebäude festzulegen, organisierte das Projektmanager-Team zur Startphase im Mai/Juni 1999 einen Workshop mit den Nutzern der LBBW. In Übereinstimmung mit dem definierten Baubudget erstellten die Projektmanager dann das Raum- und Funktionsprogramm als Basis für den internationalen Architektenwettbewerb. Vor der Beratung in der Beurteilungskommission prüfte Drees & Sommer die eingereichten Konzepte. Das Expertengremium entschied sich im Januar 2000 für den Siegerentwurf der Architekten Wolfram Wöhr und Jörg Mieslinger.

Planung und Vergabe
Daraufhin wurden weitere Fachplaner für das Planungsteam ausgesucht. Ein Teambildungsseminar legte die Basis für ein kooperatives Miteinander der unterschiedlichen Fachleute. Um die Schwierigkeiten der komplexen Baustelle realistisch betrachten zu können, wurden verschiedene mögliche Bauabläufe mittels CAD simuliert. Anhand der Visualisierung wurden frühzeitig eventuelle Probleme erkannt und durch entsprechende Maßnahmen gelöst. In den Folgeprozessen sicherte die internetbasierte Software Projekt-Kommunikations-Management (PKM) einen schnellen Datenaustausch zwischen den Mitwirkenden, steuerte den Workflow und dokumentierte den Projektverlauf.

Schon früh hatte sich die LBBW entschieden, die Aufträge zur Bauausführung für alle Gewerke einzeln zu vergeben. Damit sollte die baden-württembergische Bauwirtschaft gestärkt werden. Zudem konnten mit einer umfassenden Vergabestrategie Bauleistungen wirtschaftlich eingekauft werden. Der Vergabeprozess überschnitt sich mit der Bauausführung, um eine zeitnahe Beauftragung und Realisierung zu gewährleisten; er begann im März 2001 mit den ersten Gewerken wie Erdarbeiten und Rohbau, für die letzten von insgesamt 65 Hauptgewerken - die Beschilderung und die Lichtwerbung - wurden im Oktober 2003 die Verträge geschlossen.

Realisierungsphase
Die Arbeiten auf der Baustelle begannen im November 2001. Zentrale Aufgabe der Projektmanager war das übergreifende Controlling von Kosten, Terminen und Qualitätsvorgaben. Alle Gewerke wurden untereinander koordiniert und auch der Zugang der Baustelle musste immer gewährleistet werden. Wenn doch einmal Reibungen auftraten, war es Aufgabe der Projektmanager, für eine schnelle und einvernehmliche Lösung des Konflikts zu sorgen. Entstehende bauliche Änderungen wurden auf ihre Konsequenzen für den Zeitplan und das Baubudget geprüft. Wenn Terminverzögerungen oder Kostenüberschreitungen drohten, wurde dies durch Änderungen im Bauablauf kompensiert.
Schließlich unterstützte ein genauer Ablaufplan für die Abnahmen aller Gewerke die Bauleitungen und sicherte die termingerechten Übergaben an die Landesbank Baden-Württemberg ab März 2004.

Die koordinierte und positive Zusammenarbeit aller Beteiligten führte zu einem nahezu reibungslosen Planungs- und Bauablauf, so dass der Verwaltungskomplex auf dem neuen Stuttgarter Stadtquartier auch als ein gutes Beispiel für partnerschaftliches Bauen steht.

Diese Pressinfo zum Download

PDF
Word

Pressekontakt

Nadja Lemke
Telefon +49 711 1317-177
Telefax +49 711 1317-108
nadja.lemke@dreso.com