KölnTriangle - Projektmanagement für gute Aussichten

05.09.2006

Seit dem Frühjahr 2006 ist Köln-Deutz um ein Stadtzeichen reicher. Der KölnTriangle mit seinem 103,2 Meter hohen Turm und insgesamt rund 1300 Arbeitsplätzen auf einer Mietfläche von rund 30.000 Quadratmetern wertet den rechtsrheinischen Stadtteil der Metropole auf. Drees & Sommer Köln begleitete das Projekt von Beginn an bis zur Übergabe an den Bauherrn, die Rheinischen Versorgungskassen.

Mit dem Ziel, für die Realisierung einen Festpreis und einen fixen Fertigstellungstermin zu vereinbaren, und damit das Risiko für den Bauherrn zu minimieren, führte Drees & Sommer zu Beginn des Projekts ein Ausschreibungsverfahren für einen Totalunternehmer durch. Es sollte eine Bauunternehmung gefunden werden, die gemeinsam mit einem Architekten einen Gesamtpreis für die Realisierung einschließlich aller Planungsleistungen abgibt. Das Angebot von Züblin gemeinsam mit den Architekten Gatermann + Schossig erhielt den Zuschlag. Der Auftrag der Züblin AG umfasste die Planung und die Bauausführung.
Drees & Sommer war dafür verantwortlich, dass Kosten und  Termine eingehalten wurden und übernahm Qualitätskontrollen. Damit gab es für den Auftraggeber im Wesentlichen nur zwei Ansprechpartner für die Phase der Bauabwicklung.

Der Gebäudekomplex besteht aus einem Flachbau (2. Bauabschnitt) und einem Hochhaus (3. Bauabschnitt). Der Hochhausturm ist mit 103,2 Metern zurzeit das höchste Gebäude auf der rechten Rheinseite Köln-Deutz. Der Bau gilt als Pilotprojekt zur Aufwertung des Gebiets rund um den Deutzer Bahnhof und die KölnMesse.

Geplant war, den Bau in mehreren Abschnitten zu realisieren. Nach Fertigstellung des
1. Bauabschnitts Mitte der 90er Jahre starteten ab 2002 der 2. und 3. Bauabschnitt auf der ursprünglichen Vertragsgrundlage. Drees & Sommer definierte gemeinsam mit Züblin eine den veränderten technischen Bedingungen angepasste Preisbasis für diese Bauabschnitte.

Der Auftrag an Drees & Sommer beim Projekt KölnTriangle, das Projektmanagement zu übernehmen, bedeutete für das Kölner Team viele Herausforderungen. Das Hochhaus mit seinem wankelförmigen Grundriss ist sowohl architektonisch anspruchsvoll als auch bei den Ingenieurleistungen komplex: So musste zum Beispiel für den Kern des Hauses eine Gleitschalung entwickelt und angefertigt werden, die Stück für Stück mit dem Turm nach oben wanderte.

Um auf die vielfältigen Mieteranforderungen eingehen zu können, sorgten die Projektmanager mit einem flexiblen Erschließungs- und Versorgungskonzept dafür, dass für unterschiedlichste Ansprüche alle Einrichtungen möglich waren. Die breite Vielfalt an Möglichkeiten des Gebäudes waren ein überzeugendes Argument bei der Vermietung - und ein Grund für den gewonnenen Nutzer, die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA), mit rund 10.000 Quadratmeter Mietfläche in den KölnTriangle einzuziehen. Inzwischen ist das Gebäude fast vollständig vermietet. Ebenso entscheidend für attraktive Mieter und damit für den Bauherrn war, ein Gebäude zu erstellen, das im Betrieb einwandfrei funktioniert, flexibel genutzt werden kann und dabei wirtschaftlich ist - also geringe Nebenkosten verursacht. Um dies zu gewährleisten, integrierte Drees & Sommer durch eine frühzeitige Facility Management-Beratung die Anforderungen der potenziellen Nutzer schon in die Planung und kontrollierte die konsequente Umsetzung im Bauprozess.

Mit dem übergreifenden Projektmanagement beim KölnTriangle hatte das Drees & Sommer-Team den reibungslosen Ablauf der gesamten Planungs-, Ausschreibungs- und Realisierungsphase im Visier. Zentrale Aufgabe der Projektmanager war es, in allen Phasen die Kosten im Griff zu behalten und die Bauqualitäten abzusichern. Sie waren dafür verantwortlich, dass alle Projektbeteiligten zu jedem Zeitpunkt das Richtige tun und dass der Bau im Terminplan im Frühjahr 2006 fertig gestellt wurde - damit von nun an jedermann von der frei zugänglichen Aussichtsplattform den Blick über die Kölner Altstadt, den Dom, das Siebengebirge bis zum Bergischen Land genießen kann.

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