1985-1990: Das Wachstum wird beschleunigt

Das Wachstum wird beschleunigt
Das Wachstum wird beschleunigt

Organisation

Das Wachstum wird beschleunigt
Ab dem Jahr 1986 beschleunigt sich das Wachstum rasant. Da die einzelnen Partner inzwischen durch organisatorische Leistungen stark beansprucht werden, ertönt der Ruf nach massiven Maßnahmen. In einem Kraftakt wird die Textverarbeitung auf der Basis einer Ericsson-Anlage automatisiert und für die Verwaltung ein aus 300 Einzelprogrammen bestehendes Abrechnungs- und Projektverwaltungssystem entwickelt. Damit sind die Grundlagen für den weiteren Ausbau geschaffen. Die Belastung der Partner als Führungskräfte wird dennoch nicht geringer. Um deren Freiraum nicht völlig zum Erliegen zu bringen, führt Drees & Sommer eine hierarchische Organisation ein. Leitende Ingenieure sollen die Aktivitäten der Mitarbeiter steuern. Dies verursacht jedoch noch mehr organisatorischen Aufwand als zuvor. Außerdem leidet die Kommunikation zwischen Geschäftsführung und Projektmanagern so stark, dass Ende der neunziger Jahre - trotz der Umstellung auf benutzerfreundliche Macintosh-Rechner - die Effektivität auf einen Tiefpunkt sinkt.
Zu diesem Zeitpunkt erarbeitet die Geschäftsführung gemeinsam mit allen Mitarbeitern das Drees & Sommer-Leitbild: Die neuen Regeln für die Zusammenarbeit sowie das Selbstverständnis und die Eigenverantwortung der Mitarbeiter kommen genau richtig. Ergänzt wird das Unternehmensleitbild durch das Drees & Sommer-Prämiensystem, mit dem die Mitarbeiter am Ergebnis des Unternehmens beteiligt werden.

  • 1988 Gründung Büro Frankfurt
  • 1989 Die neu gegründete DS-Consult übernimmt Verwaltungsleistungen aller Drees & Sommer-Büros
  • Erste Kooperationen mit englischen und holländischen Partnern
  • 180 Mitarbeiter betreuen ein Jahresbudget von 30 Mio. Mark
  • Geschäftsführer und Mitarbeiter erarbeiten das Drees & Sommer-Leitbild

Schwerpunkt

Energiemanagement für wirtschaftliche und hochwertige Gebäude
Durch das Unglück in Tschernobyl werden 1986 der Welt die Gefahren der atomaren Energieerzeugung bewusst. Bauherren werden aufgeschlossen für Maßnahmen, die zur Reduzierung des Energieverbrauchs in ihren Gebäuden führen. Hier leistet Drees & Sommer mit seiner Tochtergesellschaft DS-Plan einen weiteren entscheidenden Beitrag: In Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart wird ein Simulationsverfahren zur energetischen Optimierung von Gebäuden entwickelt. Damit ist das Ende der Energieverschwendung und der Beginn einer engen Zusammenarbeit von Ingenieuren und Architekten eingeläutet.
Die von Drees & Sommer betreuten Projekte kommen bereits in der Vorplanung auf den Prüfstand dieses Simulationsprogramms, das eine Betrachtung des Gebäudes über 365 Tage hinweg ermöglicht. Auf diese Weise können die Lage des Gebäudes, die Konstruktion der Bauteile wie Fenster und Sonnenschutz sowie die technische Ausrüstung optimal aufeinander abgestimmt werden. Es entstehen wirtschaftliche Gebäude, die zudem weitaus nutzerfreundlicher sind als vorher. Fast automatisch wächst der neue Leistungsbereich Facility Management heran - er bezieht die späteren Nutzer bereits in der frühen Planungsphase in das gesamte Processing mit ein.

  • 1986 Institut für Mikroelektronik, Uni Stuttgart, Rathaus Fellbach, BIZ Arbeitsamt München
  • 1987 Kreissparkasse Ravensburg, Thermalbad Böblingen, Oberpostdirektion Stuttgart
  • 1988 Klärwerk München II 1989 Daimler-Benz Hauptverwaltung in Stuttgart, TK Hamburg
  • 1990 Rechenzentrum ARAG in Düsseldorf, Lackierhalle Lufthansa-Werft in Hamburg, Gruner Jahr in Hamburg, LZB Mainz