Cradle to Cradle

Cradle to Cradle

Mit kontinuierlichen Kreisläufen Rohstoffknappheit begegnen

Das vom deutschen Chemiker Michael Braungart mitentwickelte Cradle-to-Cradle®-Konzept (von der Wiege bis zur Wiege, C2C) beschreibt das Prinzip zweier kontinuierlicher Kreisläufe (Circular Economy): Verbrauchsgüter sind biologisch abbaubar und gehen in den natürlichen Nährstoffkreislauf zurück. Gebrauchsgüter werden nach ihrer Nutzung in sortenreine Ausgangsstoffe zerlegt und einem technischen Kreislauf zugeführt. Dabei bleibt ihre stoffliche Güte erhalten, ein Downcycling mit Qualitätsverlust wird vermieden. Alle Inhaltsstoffe sind chemisch unbedenklich und kreislauffähig. Müll im heutigen Sinne gibt es nicht mehr, sondern nur noch nutzbare Nährstoffe.

Cradle to Cradle® als Grundlage einer Kreislaufwirtschaft

Alle Beteiligten profitieren von C2C

Als Bindeglied zwischen Investoren/Bauherren/Architekten und Produktherstellern gibt Drees & Sommer Auftraggebern die Möglichkeit, Innovationen in Planung, Bau und Betrieb anzugehen. Wir bieten zugleich weitgehende Sicherheit, dass der Wert ihrer Objekte auch mittel- bis langfristig erhalten bleibt. Dabei agieren wir als zentraler Ansprechpartner mit fundierter Expertise zur Umsetzung von Cradle to Cradle® in der Immobilienbranche und Bauwirtschaft.

Die Mehrwerte für Bauherren und Investoren sind:

  • Reduzierte Baukosten durch Rohstoff- und Performanceleasing
  • Höherer Verkehrswert einer Immobilie durch Schadstofffreiheit, Rezyklierbarkeit und demontierbare Verbindungen. Anders als bei den üblichen Neubauten fallen bei einem Rückbau keine Kosten für die Entsorgung des Sondermülls an. Im Gegenteil generiert die Veräußerung der nach Demontage und Trennung in sortenreinem Zustand vorliegenden Rohstoffe einen nennenswerten Verkaufserlös.
  • Gebäude als Rohstofflager: Durch Cradle to Cradle® wird unsere gebaute Umwelt zu einer Art Rohstofflager. Dieses speichert die verbauten Materialien über die Nutzungszeit und gibt sie an deren Ende wieder zur Veräußerung frei.

Nutzer profitieren in erster Linie von:

  • Gesundheitsfördernden Gebäuden: Cradle to Cradle® ist ein starkes Instrument zur Qualitätssicherung bzw. -steigerung und dient der Gesundheit und dem Wohlergehen der Nutzer, beispielsweise durch eine verbesserte Luftqualität.

Die Vorteile für Lieferanten und Hersteller lauten:

  • Neue Geschäftsmodelle: Bleiben die Materialien der Baustoffe durch ein Leasing-Modell im Besitz des Herstellers, sichert sich dieser hochwertige Rohstoffe für die Zukunft und das zu kalkulierbaren Preisen. Alternativ kann auch eine Rücknahmegarantie zu festen Konditionen vereinbart werden.
  • Langfristiges Wachstum: Nimmt ein Hersteller gebrauchte Produkte zurück, um diese dann unter eigener Verantwortung aufzubereiten und zu rezyklieren, lässt sich der eigene Anteil an der Wertschöpfungskette deutlich steigern.
  • Von Neuerungen profitieren: Cradle to Cradle® ist ein attraktiver Weg, der geplanten Ausweitung der Produktverantwortung für Hersteller aktiv zu begegnen und von neuen Gesetzen zu profitieren.

Das überzeugende an Cradle to Cradle® ist damit, dass alle Beteiligten profitieren. Investoren und Bauherren können die Baukosten und das Investitionsvolumen senken. Produkthersteller sichern sich Rohstoffe für die Zukunft und erschließen sich neue Märkte. Die Nutzer erhalten hochwertige und gesundheitlich unbedenkliche Gebäude zu konkurrenzfähigen Preisen.

Drees & Sommer setzt sich für eine Etablierung und Verbreitung von C2C in der Immobilienbranche und Bauwirtschaft ein. Dazu kooperieren wir mit Prof. Braungarts Institut EPEA.

Wir stehen damit für Projekte, die für unsere Kunden in zweierlei Hinsicht Ökonomie und Ökologie verbinden:

  • durch den effizienten Energie- und Ressourceneinsatz, der vor allem zu minimierten Betriebskosten führt
  • durch die Planung und Verwendung von rezyklierbaren und schadstofffreien Baustoffen, Bauteilen und gebäudetechnischen Anlagen

Über Zertifizierungen zur Circular Economy

Für Hersteller von Bauprodukten wird es in Zeiten begrenzter Ressourcen zur Existenzfrage, die eigenen Produkte so zu gestalten, dass sie auch in einem zirkulären Wirtschaftssystem funktionieren. Das Cradle-to-Cradle®-Prinzip bildet auf Basis von Produktzertifizierungen die praxistaugliche Grundlage für den Übergang zur Circular Economy. Zu den dabei eingesetzten Instrumenten zählen unter anderem das Pre-Screening bestehender Produkte, die professionelle Zertifizierung von C2C-Produkten oder auch das Aufsetzen zirkulärer Prozessketten in Produktion und Vertrieb. Auf diese Weise erhalten Hersteller zahlreiche Mehrwerte – etwa giftstofffreie Lieferketten und die Sicherheit, auch in Zukunft über hochwertige Rohstoffe zu kalkulierbaren Preisen zu verfügen.

Ein wirksamer Hebel: Circular Engineering

Mit Innovationen wie dem „Circular Engineering“ fassen Experten der Branche gewerkeübergreifend Know-how zu demontierbaren, rezyklierbaren und flexiblen Gebäuden sowie Infrastrukturbauten zusammen und bringen dieses in den Fachplanungsprozess ein. Wichtige Werkzeuge hierbei sind Strukturkataloge für alle wesentlichen Gewerke und ein erweiterter Bauteilkatalog, der nachweist, dass sich die verwendeten Materialien einfach trennen lassen. Ein sogenannter „Material Passport“ gibt zudem detaillierte Auskunft über deren chemische Zusammensetzung. In der Summe ermöglichen diese Tools künftig die sichere Konzeption flexibler und rezyklierbarer Gebäude.