International Financial Center in Moskau: Neues Stadtquartier entsteht mit Hilfe von City-BIM

Das geplante Stadtquartier befindet sich am Ufer der Moskwa.

65.000 Menschen sollen im Westen der Metropolregion Moskau ein neues Zuhause finden. Im Rahmen des Projekts International Financial Center (IFC) entsteht im Gebiet Rublyovo-Arkhangelskoye auf einer Fläche von 460 Hektar ein modernes Quartier. Neben Wohn- und Bürogebäuden wird es auch Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Hotels und diverse andere Einrichtungen beherbergen. Innerhalb eines Konsortiums plante Drees & Sommer die Versorgungsinfrastruktur für den neuen Stadtteil. Das Projektmanagement- und Beratungsunternehmen steuerte und vertrat außerdem das internationale Planungsteam und erarbeitete das Finanzmodell für das IFC.

Mithilfe von Building Information Modeling (BIM) fassten die Experten die Daten über Ab- und Regenwasser, Trinkwasser, Telekommunikation, Energie, Strom und Straßen in einem 3-D-Stadtmodell zusammen. Dabei kamen integrierte Tools zum Einsatz, um beispielsweise das Mikroklima zu simulieren oder ein virtuelles Modell und Augmented Reality zu erzeugen. Bei der Planung von Schnittstellen sowie Ver- und Entsorgungsinfrastruktur wurde City-BIM angewendet. Möglich wurde dieses Vorgehen durch den Transfer der Erfahrungen und Kenntnisse aus der BIM-Planung von Einzelgebäuden auf die großflächige Stadtplanung.

In einem dynamischen Finanzmodell errechnete das Team von Drees & Sommer die Kosten für verschiedene Entwicklungsszenarien und schätzte, wie sich alternative Ingenieurlösungen auf den Zeitrahmen und das Finanzergebnis des Projekts auswirken würden. Mit einem speziell ausgearbeiteten Algorithmus ermittelten die Experten den Bedarf an technischer Infrastruktur für jede Projekteinheit, um optimale Lösungen anzubieten und gleichzeitig dem architektonischen Konzept treu zu bleiben. Die Bebauungspläne sollen im Oktober 2016 beschlossen werden.