Quartier Heidestraße in Berlin bekommt ein Gesicht

Einst ein Güterbahnhof, derzeit eine Brachfläche und in wenigen Jahren ein lebendiges neues Stadtviertel: Das Quartier Heidestraße ist Teil der Europacity und eines der größten Entwicklungsgebiete der Hauptstadt. Jetzt steht der Sieger des von Drees & Sommer ausgelobten Architekturwettbewerbs für das erste Teilprojekt fest.

Das Herzstück des Quartiers wird nach den Entwürfen des Berliner Büros Robertneun Architekten gebaut. Auf rund 9.500 Quadratmetern sollen 170 Wohnungen, Einzelhandels-Geschäfte, Cafés und Büros entstehen. „Robertneun entwerfen ein sehr selbstbewusstes Ziegelgebäude, das die Erinnerung an die industrielle Vergangenheit des Areals wieder aufleben lässt“, sagte die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher über den Ausgang des Wettbewerbs.

Sieben namhafte Büros hatten ihre Beiträge eingereicht. Der dritte Platz ging bereits bei der ersten Sitzung des Preisgerichts im Dezember 2016 an AllesWirdGut aus Wien. Robertneun Architekten und gmp von Gerkan, Marg und Partner aus Berlin erhielten beide den ersten Preis und die Empfehlung ihre Entwürfe für eine erneute Begutachtung weiterzubearbeiten. Bei der finalen Sitzung entschied sich die Jury für Robertneun Architekten.

Insgesamt sind im Quartier Heidestraße rund 175.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche Gewerbe- und Einzelhandelsflächen sowie rund 860 Wohnungen geplant. Geschäftsführer der Quartier Heidestraße GmbH ist Thomas Bergander. Als Investor agiert die von ihm gegründete Taurecon Real Estate Consulting. Drees & Sommer steuert das Gesamtbauvorhaben.