Dresden: Green City Plan verspricht mehr Lebensqualität

Dresden setzt auf umweltfreundliche Mobilität: Radverkehr, öffentliche Verkehrsmittel und Elektrofahrzeuge stehen im Fokus.

Dresden will mit einem Masterplan die vom PKW- und LKW-Verkehr ausgestoßenen Schadstoffmengen, insbesondere Feinstaub und Stickoxide, reduzieren und umweltfreundliche Verkehrsarten in und um Dresden stärken.

Lange Wartezeiten und fehlende Verbindungen und Haltestellen lassen viele Menschen zum eigenen Auto greifen. Die Folge: Luftschadstoffe, vor allem in Form von Feinstaub (PM) und Stickstoffdioxid (NO2) steigen und die Lebensqualität in Städten sinkt. Mit dem Green City Plan will Dresden solchen Entwicklungen weiter entgegenwirken, um Luftschadstoffgrenzwerte gemäß EU-Richtlinien nicht nur einzuhalten, sondern künftig deutlich zu unterschreiten. Drees & Sommer unterstütze die Stadt Dresden bei der Erstellung des Masterplans.

In Kooperation entwickelten verschiedene Projektpartner im Zeitraum zwischen Januar und Juli 2018 gemeinsam mit der Stadt den Green City Plan mit konkreten Maßnahmen zur Luftreinhaltung in Dresden. Zu den Projektpartnern gehören neben der Stadt Dresden, der Dresdner Verkehrsbetriebe AG auch externe Partner wie Drees & Sommer, die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH als Projektträger und die Verkehrsplanung Köhler und Taubmann GmbH. Der Plan enthält insgesamt zehn Maßnahmenschwerpunkte mit 17 Einzelmaßnahmen. Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung spielen Digitalisierung und Elektrifizierung. Im Rahmen des Masterplans sind mindestens 76 sogenannte intermodale Mobilitätspunkte in der Stadt und im Dresdner Umland geplant. Dort können Verkehrsteilnehmer schnell zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wie Fahrrad, Straßenbahn, Carsharing-Angeboten –darunter E-Autos – umsteigen. Neben der stadtweiten öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge will die Stadt außerdem ein Lastenradverleihsystem – inklusive E-Bikes – aufbauen. Der Ausbau des Radwegenetzes und eine Art Fahrrad-Navi, die „Fahrrad-Verbindungsauskunft“ sollen den Bürgern den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtern. Dresden will außerdem Pendler-Parkplätze erweitern und ältere Dieselbusse austauschen. Da für die Umsetzung des Green City Plans ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 240 Millionen Euro nötig ist, beantragte die Stadt im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017 – 2020“ Fördergelder der Bundesregierung.