Kernkraftwerke: BIM unterstützt Rückbau

Angesichts eines wachsenden Nachhaltigkeitsbewusstseins und konkreter Klimaziele entstehen mehr Windparks und Photovoltaikanlagen. Für andere Bauten dagegen ist das Aus absehbar, oder sie liegen bereits still und lassen sich nicht einfach abreißen. Dazu zählen vor allem kerntechnische Anlagen. Deren komplexen Rückbau kann die digitale Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) unterstützen.

Sie kommt üblicherweise zum Einsatz, bevor überhaupt ein Stein auf der Baustelle umgedreht wird. Idee ist es, ein digitales Modell des späteren Gebäudes zu erstellen. Im Idealfall können alle Akteure in Echtzeit von überall aus auf das Modell zugreifen. Umgekehrt kann ein digitaler Zwilling auch für ein bereits bestehendes Gebäude angelegt werden, zum Beispiel für den Rückbau eines Kraftwerks.

Neben einem reibungslosen Ablauf verbessert BIM die Sicherheit auf der Baustelle. Vor Beginn des eigentlichen Rückbaus können alle Beteiligten das Kraftwerk virtuell begehen und Gefahrenstellen identifizieren. Insgesamt intensiviert BIM die Zusammenarbeit in einem Projekt und kann zu einer termingerechten, kostengünstigen und transparenten Umsetzung komplexer Bauvorhaben beitragen. Gerade bei sensiblen Objekten wie Kernkraftwerken ist dies wichtig für ein gelingendes Projekt – wie der Artikel von Michael Karb (RWE Nuclear GmbH Kraftwerk Biblis) sowie den beiden Drees & Sommer-Infrastrukturexperten Hans-Peter Semmler und Christoph Bossart im aktuellen VBI-Magazin zeigt.

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