Unsere Werte

Unsere Werte

Wir denken und handeln nachhaltig und ganzheitlich. Dabei verstehen wir Nachhaltigkeit mit all ihren Facetten: Ökonomie, Ökologie und Funktionalität gehören für uns untrennbar zusammen.

Diese Grundhaltung nennen wir „the blue way“.  Sie zieht sich durch unser ganzes Unternehmen – intern wie extern.

the blue way“: das heißt, Vernunft plus Emotion. Stringente, zielgerichtete Prozesse, die Platz für kreativen Spielraum lassen. Bei unseren Projekten beziehen wir stets die kreative rechte und die vernunftbezogene linke Gehirnhälfte mit ein. So entsteht ganzheitliches Denken.

Unsere Zusammenarbeit basiert auf Partnerschaft und Transparenz. Wir sind ökonomisch orientiert, wollen wachsen und gute Erträge erwirtschaften. Wir teilen diese Erträge mit unseren Mitarbeitern.
the blue way“ bestimmt auch das Handeln für unsere Kunden.

„the blue way“-Meilensteine:

1986 Einführung der Gebäudesimulation

Ausgelöst durch die ersten Ölkrisen 1973 und 1979 haben wir uns dem Thema Energieverbrauch gewidmet. Wir haben ein mathematisches Modell entwickelt, das den Energieverbrauch eines Gebäudes simuliert – und zwar bereits bei der Projektdefinition. Unsere Kunden wissen so vor der Planung, wie Ihr Gebäude konzipiert sein muss, damit es möglichst wenig Energie verbraucht.


1992 – Öko-Management beim Potsdamer Platz in Berlin

Die Daimler AG beauftragte uns 1992 damit, ein Öko-Management für den Bau des Potsdamer Platzes zu erarbeiten. Es sollte integraler Bestandteil des Projektmanagements sein.

Wärmeverbrauch reduziert
Ein optimaler Wärmeschutz und die Nutzung passiver Sonnenenergie reduzierten den Wärmeverbrauch am Potsdamer Platz. Bei allen Bürogebäuden kamen ausgeklügelte Fassadenkonzepte mit natürlicher Lüftung zum Einsatz – auch bei den Hochhäusern. Das Ergebnis: Bis zu 50 Prozent weniger Energie als herkömmliche Klimaanlagen. 

CO2 -Ausstoß verringert 
Das Öko-Team sorgte für den Einsatz eines Kraft-Wärme-Kopplung-Kraftwerk, das den gesamten Potsdamer und Leipziger Platz mit Strom versorgte. Mit seiner Abwärme deckte es die gesamte Heizung und Kühlung ab. Das Ergebnis: 75 Prozent weniger CO2-Ausstoß gegenüber der zunächst geplanten Versorgung mit eigenen Technikzentralen.

Ökologische Baustoffe eingesetzt
In einem Öko-Handbuch legte das Drees & Sommer-Team die ökologisch und gesundheitlich unbedenklichen Baustoffe für die wichtigsten Gewerke verbindlich fest. Das Ergebnis: eine Einsparung von mehr als 22 Tonnen H-FCKW. Eine nachträgliche Würdigung erfuhr „the blue way“ 2012: Als erstes Bestandsquartier zertifizierte die DGNB den Potsdamer Platz in Silber.


1999 – Der Zeit voraus: Drees & Sommer in Stuttgart, Obere Waldplätze 11

1999 ging das Unternehmen bei einem eigenen Verwaltungsneubau in Stuttgart neue Wege, um Energie einzusparen.

Wärmebedarf reduziert, Nutzung von Erdwärme
Eine hoch gedämmte Fassade und dreifach verglaste Fenster reduzierten den Wärmebedarf massiv. In den Betondecken verlegte Wärme- und Kühlleitungen (Betonkerntemperierung) machten die Decken zu großflächigen Heizkörpern. Die Nutzung von Erdwärme mit etwa 80 Meter tiefen Bohrungen senkte den Energiebedarf auf ein Fünftel des aktuellen Standards. Der CO2-Ausstoß halbierte sich.

Die Oberen Waldplätze 11 sind ein Pioniergebäude: angenehm und ökologisch vorbildlich mit deutlich reduzierter „zweiter Miete“ – ohne wesentlich erhöhten Gesamtaufwand. 

Dank dieser Eigenschaften zertifizierte es die DGNB 2009 in Gold in der Kategorie Neubau – zehn Jahre nach dem Bau! 2011 folgte DGNB-Gold für Bestandsgebäude.


2003 – Ausgereiftes Projektkommunikationsmanagement (PKM)

Auch das ist „the blue way“: Eine reibungslose Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten trägt maßgeblich zum Erfolg und zur Qualität eines Projektes bei. Dank einer effizienten Projektorganisation sparen alle Beteiligten Kosten und Zeit. Als zentrale Plattform gewährleistet unser PKM eine einheitliche Daten- und Dokumentenbasis. Diese stellt sicher, dass die Beteiligten auf alle Projektdaten, insbesondere die Planungsunterlagen, zugreifen und diese schnell weiterverarbeiten können. Architekten, Bauherren, Planer und ausführende Firmen legen ihre Planungsunterlagen und Protokolle im PKM ab und tauschen sie zeitsparend aus.


2007 – Drees & Sommer ist Gründungsmitglied der DGNB

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) wurde 2007 in Stuttgart gegründet. Ziel war es, das nachhaltige Bauen zu fördern und dazu ein Zertifizierungssystem aufzubauen – das Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen. Mit dem Gütesiegel zeichnet die DGNB besonders umweltfreundliche, ressourcensparende, wirtschaftlich effiziente und für den Nutzerkomfort optimierte Gebäude aus – typische Anforderungen des blue way. Deshalb war es für Drees & Sommer ein Muss, die DGNB als Gründungsmitglied mitzugestalten.


2008 – Kampagne Green Building

Bei zahlreichen Gesprächen mit Bauherren, Immobilienmanagern und Politikern über Nachhaltigkeit und Green Building hörten wir oft dieselbe Aussage: „Mich interessiert das Thema sehr, aber eigentlich weiß ich viel zu wenig, um mir ein eigenes Urteil bilden und mitreden zu können.“

Um Wissenslücken auf einfache und verständliche Weise zu schließen, haben wir eine Kampagne gestartet. Los ging es mit der Expo Real 2008. Es folgten zahlreiche Vorträge, Kundenveranstaltungen, Presseinformationen sowie das Fachbuch „Green Building“. Dank unserer Kampagne hat Green Building einen festen Platz in der Immobilienwelt erhalten. Nachhaltiges Bauen ist heute selbstverständlich.


2010 – Optimieren im Bestand

Viele Bestandsimmobilien verursachen vor allem eins: zu hohe Kosten. Schlechte Verbrauchswerte machen die Objekte unwirtschaftlich. Nach und nach bleiben die Mieter aus. Maßnahmen, um die Leistung zu verbessern, sind unumgänglich. Doch wie lassen sich diese wirtschaftlich planen und realisieren? Eine typische Aufgabe für ganzheitliche Lösungen nach „the blue way“: Denn bei einem komplexen Sanierungsprojekt ist es entscheidend, die Gesamtstrategie des Bestandhalters im Auge zu behalten. Dies leistet unsere abgestufte Analyse, in der wir mögliche Varianten mit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise kombinieren. Anschließend geben wir Handlungsempfehlungen, die speziell auf den einzelnen Fall zugeschnitten sind und setzen die Maßnahmen um. Ein revitalisiertes Gebäude muss wirtschaftlicher sein als zuvor – erst dann geht die Strategie im Sinne des blue way auf.


2012 – "the blue way" für die Energiewende

2012 beträgt der Stromverbrauch in Deutschland etwa 600 Millionen Megawattstunden. Davon entfallen auf Industrie, Gewerbe und Handel rund 44 Prozent, auf  Verkehr und die Haushalte jeweils 28 Prozent. Die Grundlast wird zu etwa 80 Prozent konventionell, also aus Kernkraft, Kohle sowie aus Gas und Öl erzeugt.

Wenn ab 2030 rund die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen soll (2050 rund 80 Prozent), ist ein ganzheitlicher Prozess erforderlich. Die wichtigsten Schritte

1. Reduzierung des Verbrauchs

  • effektive Fassaden
  • Erdwärmenutzung
  • intelligente Gebäudetechnik
  • effiziente Beleuchtung
  • Energiemonitoring

2. Energieerzeugung

  • Windenergie
  • Gas-und-Dampf-Kraftwerke
  • Blockheizkraftwerke
  • Schwarmtechnik (Bündelung und Steuerung vieler privater Kleinkraftwerke)

3. Energiespeicherung

  • Stromspeicher, die überschüssige Energie über Stunden, Tage und notfalls sogar Wochen speichern können.
  • Nutzung von Überschussstrom zur Erzeugung von Wasserstoff

4. Energieverteilung

  • Hochspannungsgleichstrom-Übertragung (HGÜ) zum Transport von Energie ohne große Verluste
  • Intelligente Stromnetze (Smart Grids)

the blue way“ bedeutet: Die notwendigen Maßnahmen in einen Gesamtprozess zu integrieren. Die Politik muss diesen definieren und die Finanzierung der notwendigen Netzergänzungen sicherstellen. Die Industrie muss dafür sorgen, dass die erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig werden. Diese Entwicklung erfordert eine völlige Veränderung der Förderpolitik und des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG).


2015 Digital Blue

Die Anforderungen an Gebäude wachsen: Vernetzt, energieautark, emissionsneutral, gesund, integriert und flexibel sollen sie sein. Damit diese Gebäude zu echten Blue Buildings werden, fehlt noch eine Komponente: Die Wirtschaftlichkeit. Mit Digital Blue binden wir die Digitalisierung ein. So entstehen bessere Gebäude zu wirtschaftlichen Konditionen – ganz im Sinne des blue way.

Das gelingt uns unter anderem durch eine digitale Planung mit Building Information Modeling (BIM), durch modularisiertes Bauen und Lean Management. Auch Cradle to Cradle profitiert von der Digitalisierung. Der Material Passport enthält alle bauökologisch relevanten Informationen zu den eingesetzten Materialien und Konstruktionen.


2016 Blue City – Integrated Urban Solutions

Weltweit leben immer mehr Menschen in Städten. Durch viele, sich oft gegenseitig verschärfende Entwicklungen ergeben sich dort zahlreiche Herausforderungen. Die hieraus entstehenden Aufgaben erfordern die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen. Unter anderem sind dabei wirtschaftliche, ökologische, funktionale, soziale und ästhetische Aspekte von urbanen Räumen zu berücksichtigen.

Energie, Klima, Ressourcen, Mobilität, Infrastruktur, Digitalisierung, Finanzen und Gesellschaft – all diese Themen wirken auf Städte ein und beeinflussen das urbane Leben.

Im Sinne des blue way liefern wir vernetzte Lösungen und führen deren einzelne Bestandteile so zusammen, dass dadurch ganzheitliche, individuell auf die Herausforderungen unserer Kunden zugeschnittene Ansätze und Konzepte entstehen.