Sportanlagen in Oberstdorf bereit für Vierschanzentournee

Wintersportbegeisterte fiebern auf den Beginn der Wettbewerbssaison hin. Rechtzeitig vor dem Start der Vierschanzentournee in Oberstdorf im Allgäu sind nun die dafür notwendigen Bauarbeiten im Skisprungstadion nahezu abgeschlossen. Im Langlaufzentrum laufen die letzten Bauarbeiten auf Hochtouren. Hinter den perfekt präparierten Loipen und Schanzen steckt ein enormer Arbeitsaufwand unter massivem Zeitdruck.

Im März 2019 starteten die Umbau-, Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen für die Skisprung-Arena und das Langlaufzentrum. Bis Ende Dezember 2019 muss ein Großteil davon abgeschlossen sein. Experten vom Planungs- und Beratungsunternehmen Drees & Sommer begleiteten den Bauherren dabei, Kosten, Termine und mehr als 100 Unternehmen auf sehr wenig Raum zu koordinieren. Insgesamt 39 Millionen Euro fließen in die Skisprung-Arena an der Schattenbergschanze und das Langlaufzentrum Ried. Das Nordische Wochenende gilt als Generalprobe für die nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf. Die Schneeschmelze im Frühjahr und der neue Schneefall im Winter steckten das enge Zeitfenster für die großen Bauarbeiten, der Feinschliff folgt nächstes Frühjahr und im Sommer. So können die Sportstätten schon vor der Ski-WM im Jahr 2021 getestet werden. Mehr als 100 Ausschreibungen galt es innerhalb kürzester Zeit durchzuführen, damit die Firmen rechtzeitig mit den Arbeiten beginnen konnten. Das Planungsunternehmen verantwortet insbesondere, dass Budgets und Zeitpläne eingehalten werden. Bereits 2005 begleitete Drees & Sommer die damaligen Baumaßnahmen zur letzten Ski-WM in Oberstdorf.

Endspurt für Arbeiten an Schanzen und Loipen

Aufgegrabene Hänge, Schotterberge und Baumaschinen – noch vor wenigen Tagen liefen die Bauarbeiten an der Skisprung-Arena. Im Langlaufzentrum laufen derzeit noch die Innenausbauarbeiten im neuen Funktionsgebäude. Pünktlich zum ersten Schnee sind die Arbeiten in den Außenanlagen abgeschlossen. Für mehr Sicherheit und Komfort für Sportler, Besucher und Personal wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Im Skisprungstadion haben Bagger beispielsweise den Hang aufgegraben um die die neuen Kleinschanzen zu modellieren. Da das Arbeiten an den steilen Hängen für die großen Baumaschinen besonders schwierig ist, wurden sie mit Winden gesichert. Unter den Hängen wurde eine Unterführung für die Athleten gegraben. So müssen sie nicht mehr die anderen Schanzen kreuzen. Zwei neue Kleinschanzen ersetzen die alten. Aushub und gesprengter Fels wurden im Langlaufzentrum als aufbereitetes Kiesmaterial weiterverwendet, um die Strecken neu zu modellieren. Im Langlaufzentrum wurde ein Teich für die Beschneiung angelegt und ein Funktionsgebäude mit Athletenbereich, Umkleide-, Wachs- und Lagerräumen gebaut. Hinzu kam außerdem eine neue Trainingskalthalle.