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Energie plus Digitalisierung: Neckarspinnerei Quartier wird klimaneutral

© Peter Otto
© Peter Otto

Drees & Sommer unterstützt Heinrich Otto & Söhne (HOS-Gruppe) bei der Entwicklung des Neckarspinnerei Quartiers (NQ) zu einem klimaneutralen und innovativen Mischquartier.

Der 1861 in Betrieb gehende Spinnerei-Standort in Wendlingen, an dem bis 2020 noch produziert wurde, steht sowohl für regionale Wirtschaftsgeschichte als auch für zeitgenössische Industrie-Architektur. In direkter Lage zum Neckar soll nun auf diesem historischen Gelände ein zukunftsgerichtetes und produktives Mischquartier zum Wohnen und Arbeiten entstehen, mit Bereichen für Gastronomie, Kultur und Handel. Ziel ist es ein Quartier zu erschaffen, dass zukünftige Anforderungen aus Gesellschaft und Nutzung auf nachhaltige und zugleich innovative Art und Weise verbindet. Das Quartier wurde auch als offizielles Projekt für die Internationale Bau-Ausstellung (IBA) 2027 ausgewählt.

Drees & Sommer unterstützt die HOS-Projektentwicklung seit 2021. Die Expert:innen haben eine Machbarkeitsstudie mit Schwerpunkt Energie und Mobilität erstellt, die als Grundlage des geplanten städtebaulichen Wettbewerbs für die IBA’27 dient. Im Fokus stehen Themen wie Klimaneutralität/Klimapositivität, Mobilität, Digitalisierung in Symbiose mit der Geschichte des Areals, dem historischen Gebäudebestand und dem sozialen, gesellschaftlichen Mehrwerten.

Neben der Machbarkeitsstudie hat das Team einen Förderantrag zur Wärmeversorgung und die Entwicklung der Energieversorgung rund um ein hocheffizientes Wärmenetzt (4.0) gestellt.  Das Quartier soll nicht nur klimaneutral werden, sondern seinen Nutzern auch die Mehrwerte der Digitalisierung erlebbar machen. Darüber hinaus entwickelt Drees & Sommer mit der RWTH Aachen University im Forschungsprojekt „BOOSTER“ intelligente IoT-Dienste. Mit diesen Diensten verwertet Drees & Sommer die digitalen Technologien zur Optimierung der Energietechnik in Immobilien wie dem Neckarspinnerei Quartier, das als Pilotprojekt verwendet wird. Hier wird gezeigt, wie der CO2-Fooprint von Immobilien signifikant und dauerhaft durch Digitalisierung reduziert werden kann – auch im Bestand!