Gebäude mit Gefühl: Start-ups tüfteln bei Hackathon am Nutzererlebnis

Im Drees & Sommer Innovation Hub entwickelten die Teilnehmer des Hackathons viele kreative Ideen

48 Stunden, 70 Teilnehmer, 8 Teams, 16 Feldbetten und viele Ideen – am Wochenende vom 20. bis 22. September entwickelten Start-ups und Studierende kreative Lösungen für die Immobilienbranche. Als Ideenschmiede des Hackathons diente der Drees & Sommer Innovation Hub am Hauptsitz des auf Bau und Immobilien spezialisierten Planungs- und Beratungsunternehmens in Stuttgart. Die Teilnehmer konnten zwischen drei Aufgabenstellungen von Phoenix Contact, der Ed. Züblin AG und Drees & Sommer wählen. Die besten Ideen zeichnete eine Jury aus. Als Sieger gingen Leaftech, Dabbel und WeAre hervor.

Hier geht es zum Film über das Hackathon-Wochenende.

Beim ersten Hackathon der Creators-Plattform von Drees & Sommer arbeiteten Start-ups wie Leaftech, Aedifion, Dabbel, Propster, WeAre, Cozyo und Noah sowie Studierende der EBZ Bochum und der Hochschule Ruhr West ein Wochenende lang gemeinsam an Prototypen und Konzepten. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Themenreise statt. Die Themenreise ist ein interdisziplinärer Gedankenaustausch bezüglich der Zukunftsgestaltung von Städten, Standorten und Unternehmen aus Industrie, Automotiv und Logistik. Im Fokus des Hackathons stand das Nutzererlebnis und emotionale Gebäude. Mit einer künstlichen Intelligenz reagieren emotionale Immobilien auf das Nutzerverhalten und verbessern den Wohlfühlfaktor. In einer Abschlusspräsentation stellten die Teilnehmer der Jury die neu entwickelten Lösungen vor. Dabei standen für Phoenix Contact smarte Gebäudesteuerung anhand eines Nutzerfeedbacks, für die Ed. Züblin AG emotionale Kommunikation bei der Planung mit den Projektbeteiligten und für Drees & Sommer das Nutzererlebnis in der Immobilie der Zukunft im Fokus.

Wenn deine persönliche Komfortassistentin genau weiß, was du brauchst

„Ein Hackathon ist ein perfektes Instrument, um einen Innovationsprozesses zu beschleunigen. Wie erfolgreich das funktioniert, haben kreative Start-ups und Studenten gemeinsam an diesem Wochenende bewiesen“, erklärt Nathanie Ursinus-Vasiliadis, Digital Business Managerin und Start-up-Expertin bei Drees & Sommer. Entspannt, voller Energie oder im Stress? Die von Leaftech entwickelte App Hestia sorgt als persönliche Komfortassistentin für die richtigen Klima-, Licht- und Klangbedingungen, je nach Gemütszustand und Komfortbedarf. Mit dieser persönlichen Assistentin belegte das Start-up-Team den ersten Platz. Dabbel sicherte sich mit der Idee, Emotionen zu erfassen, den zweiten Rang. Dafür haben die Teilnehmer einen synthetischen Ansatz erstellt, um den Puls und die elektrodermale Aktivität darzustellen. Sie untersuchten, wie Temperatur und Beleuchtung Stress reduzieren und trainierten ein Modell, um mit anpassungsfähigen Gebäuden das maximale Wohlbefinden sicherzustellen. Mit dem dritten Platz ausgezeichnet entwickelte WeAre den Prototypen einer Virtual Reality-Kollaborationslösung. Ziel ist es, dass die Nutzer unabhängig von Ort und Zeit die Gewerke von 3D-Konstruktionsdaten begutachten und besprechen können. Videos, Fotos, Whiteboards oder Notizen, die in der virtuellen Konferenz entstanden sind, lassen sich schnell und einfach mit anderen Nutzern teilen. Für Drees & Sommer entwickelte außerdem ein spontanes Team aus Studierenden der EBZ Business School und der Hochschule Ruhr West neue Lösungen. Das erarbeitete Konzept, Gebäudenutzer mit passenden Räumen zu verknüpfen, fanden die Juroren so spannend, dass das Team einen Sonderpreis erhielt.

Hackathon als Sprungbrett für Ideen

Zum Auftakt gab einer der Juroren, Jörg-Peter Schultheis, Investor des nahe Frankfurt gelegenen Smart City-Projekts Spring Park Valley, den Teilnehmern mit seinem Vortrag „Spring Park Valley: Emotion beats technology“ wichtige Impulse mit auf den Weg. Auf die ersten drei Plätze wartete ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro. Die Ideen der Sieger werden außerdem im Projekt Spring Park Valley miteinbezogen und die Gewinner erhalten weitere Unterstützung wie die Möglichkeit, ihre Ideen auf Konferenzen und Kongressen zu präsentieren. Die Jury bildeten sieben Experten der Immobilien- und Innovationsbranche. Dazu zählten Dr. Teresa Valerie Mandl, CEO von T.V.T Swissconsult, Jörg-Peter Schultheis, Investor Spring Park Valley, Lothar Kuhn, stellvertretender Chefredakteur, Edison Media, Dr. Ulrich Klotz, Vorstand Ed. Züblin AG, Bernhard Tillmanns, Head of Global Industry Management Building Technology, Phoenix Contact, Prof. Dr.-Ing. Viktor Grinewitschus, Techem Stiftungsprofessur für Energiefragen der Immobilienwirtschaft an der EBZ Business School und Patrick Theis, Partner und Geschäftsführer des Innovation Centers bei Drees & Sommer. Bewertungskriterien in den Bereichen „Problemlösung und Umsetzung“ sowie „Mehrwert“ waren unter anderem die Fokussierung auf die Aufgabe, der Fortschritt während des Wochenendes, die Nutzerzentrierung und das Innovationspotenzial.

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