Schneller auf den „Bau-Turbo“ bauen
Wie Sie mit Methode zu mehr bezahlbarem Wohnraum kommen
Herausforderung: den Bau-Turbo starten
Derzeit fehlen bundesweit mehr als eine halbe Million Wohnungen. Das im Oktober 2025 von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte „Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung“ (Bau-Turbo) soll genau hier ansetzen: Regulatorik vereinfachen, Verfahren beschleunigen und damit mehr bezahlbaren Wohnraum ermöglichen.
Längst ist klar: Die zahllosen Bauvorschriften treiben die Kosten des Bauens massiver nach oben. Genau hier setzt der Bau-Turbo an. Das Gesetz ermöglicht es, befristet bis 2030 von Regelungen aus dem Bauplanungsrecht abzuweichen. Dazu zählt etwa, dass für einen Neubau, eine Aufstockung, eine Umnutzung oder umfassende Sanierung unter gewissen Voraussetzungen keine neues Bebauungsplanverfahren mehr angestrengt werden muss. Zudem gilt, dass teils leichter Bauland ausgewiesen werden kann oder Wohnungen näher an Gewerbegebieten gebaut werden dürfen.
Damit liegt der Ball im Feld der Kommunen. Sie müssen entscheiden, ob die Regelungen im Einzelfall zur Anwendung kommen sollen. Und auch für Investoren stehen noch viele offene Fragen im Raum, beispielsweise
- Wie verlässlich und einheitlich werden Kommunen den Bau-Turbo anwenden?
Entsteht ein neuer Flickenteppich aus ambitionierten Vorreitern und zögerlichen Kommunen – oder gelingt in allen Fällen eine pragmatische, mutige Umsetzung vor Ort? - Wie kalkulierbar werden Projekte ohne klassisches Bebauungsplanverfahren?
Schnellere Verfahren bedeuten nicht automatisch geringere Risiken. Für Investoren, Entwickler und Finanzierer bleibt entscheidend, wie planungs-, genehmigungs- und haftungssicher die neuen Spielräume tatsächlich sind. - Wie bleiben Qualität, Nachhaltigkeit und Akzeptanz gesichert?
Beschleunigung darf kein Synonym für Abstriche bei Stadtbild, Klimaschutz oder sozialer Durchmischung sein. Gerade im Bestand braucht es integrierte Development-Ansätze, die Wirtschaftlichkeit, ESG-Ziele und kommunale Interessen zusammenbringen.
Stehen Sie vor Herausforderungen wie…
- Für welche kommunalen Flächen und Bereiche ist der Bau-Turbo überhaupt relevant?
- Wie kläre ich die Zuständigkeiten für die jeweils notwendigen Schritte ab?
- Welche Fristen gelten für die Antragstellung?
- Muss ich meine verwaltungsinterne Organisation für den Bau-Turbo besonders aufstellen?
- Mit welchem Personalbedarf sollte ich kalkulieren?
- Wie komme ich zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Bauaufsichtsbehörde und Stadtplanungsamt?
Unser Lösungsansatz: umfassende Expertise bei Planung und Realisierung
Die Expert:innen von Drees & Sommer stehen als Ansprechpartner bereit, wenn es um die Umsetzung von Projekten im Rahmen des Bau-Turbos geht. Mit ihrer Erfahrung im Planungsrecht, der Bestandsentwicklung, der Nachverdichtung und Umnutzung unterstützen sie Kommunen, Investoren und Entwickler, die neuen Möglichkeiten optimal zu nutzen.
Dies umfasst unter anderem:
- Durchführen von Machbarkeitsstudien und strategischen Planungen, um das ‚Turbo-Fenster‘ bis 2030 optimal zu nutzen
- Identifizieren von Potenzialen für Umnutzungen, zum Beispiel von Büro- zu Wohnflächen oder durch Aufstockungen
- Unterstützung beim Entwickeln nachhaltiger und innovativer Lösungen
- Fachlicher Beistand bei der kommunalen Zusammenarbeit bzw. der Abstimmung aller Projektbeteiligten und der strategischen Planung.
Im Einzelnen umfasst dies konkrete Leistungen wie…
Ihre Vorteile: zielgerichtet zu mehr Wohnraum – ohne Abstriche bei der Qualität
- Schnellere Genehmigungen: Mit der neuen Regelung im § 246e BauGB können Kommunen in ganz Deutschland vom klassischen Bebauungsplanverfahren abweichen. Das heißt, Projekte, die bisher lange auf Genehmigungen warten mussten, können jetzt deutlich schneller umgesetzt werden.
- Neue Chancen für Bestandsentwicklungen: Gewerbeflächen, leerstehende Bürogebäude oder Lagerhallen können einfacher in Wohnraum umgewandelt werden. Das bietet neue Möglichkeiten, bestehende Immobilien nachhaltig zu nutzen.
- Neue Chancen im Bestand und bei Brownfields: Der Bau-Turbo schafft in allen Bundesländern Erleichterungen – insbesondere bei Umnutzungen, Nachverdichtungen und serieller Sanierung. Das betrifft innovative Themen wie Brownfield Development, Bestandsentwicklung und Gebäudetyp E.
- Mehr Verantwortung für Qualität und Nachhaltigkeit: Schneller zu neuen Nutzungen zu kommen, muss nicht bedeuten, den Klima- und Artenschutz zu vernachlässigen. Lösungen wie Kreislaufwirtschaft und Re-Use, nachhaltige Materialpässe oder vorgefertigte modulare Systeme schaffen Abhilfe.
Haben Sie Interesse? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf – wir beantworten Ihre Fragen rund um den Bau-Turbo und unterstützen Sie bei Ihren individuellen Bedarfen!
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