ImmobilienDIALOG Nürnberg: Herausforderungen der Wohnungsbranche bewältigen

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Prof Dr. Jana Wilske mit den Teilnehmern der Diskussionsrunde (von links nach rechts): Dr Thomas Harlfinger, Andreas Eisele, Miguel Soto Palma, Dr. Sebastian Greim, Harald Reitze

Am 21. November 2019 lud der Branchenverband BFW Bayern bereits zum vierten Mal zum ImmobilienDIALOG Nürnberg ein. Im Fokus der Veranstaltung standen dieses Mal die Diskussion um Enteignungen und Mietenstopps sowie die Entwicklung der Immobilienwirtschaft im Raum Nürnberg.

„Der Mietendeckel führt nicht zu einer Marktentspannung, sondern sorgt eher dafür, dass sich Investoren beim Wohnungsbau zurückhalten. Dadurch verringert sich das Angebot an Wohnungen, was auch der aktuelle Rückgang an Genehmigungen für den Wohnungsbau zeigt. Abhilfe können Förderprogramme und Anreize für private Entwickler schaffen. Digitale Planungsmethoden wie Building Information Modeling helfen Wohnungsbaugesellschaften außerdem, wirtschaftlicher zu bauen und die Kosten zu senken“, so Dr. Thomas Harlfinger, Partner bei Drees & Sommer am Standort München.

„Es gibt kein Recht auf Wohnen in Berlin-Mitte. Trotzdem muss man die bestehenden Probleme gemeinsam lösen. Es gibt einen schmalen Weg, den man gemeinsam finden und beschreiten kann, zum Beispiel mit gesellschaftsrechtlichen Konstruktionen, die Mieter und Projektentwickler verbinden. Dem Gegenüber mit Verständnis zu begegnen führt dazu, dass man selber Verständnis für die eigene Position hervorruft. Daraus kann auch auf Grundlage des bestehenden Rechtssystems ein Pakt für besseren Wohnraum und nachhaltigeres Wohnen geschmiedet werden – ohne Verbote und Eingriffe in marktwirtschaftliche Gesetze“ stellt Harald Reitze, Rechtsanwalt bei Rödl & Partner fest.

Thomas Harlfinger nahm zusammen mit Harald Reitze, Rechtsanwalt und Partner bei Rödl & Partner, Miguel Soto Palma, Direktor für Immobilienkunden bei der Sparkasse Nürnberg, und Dr. Sebastian Greim, Geschäftsführer der KIB Gewerbe- und Wohnbau GmbH & Co. KG an der Podiumsdiskussion teil. Andreas Eisele, Präsident des BFW Bayern, moderierte die Podiumsdiskussion. Zuvor erklärte Prof. Dr. Jana Wiske in ihrem Vortrag „Bauen auf dem Minenfeld – Wie Kommunikation entschärfen kann“, wie Immobilienunternehmen Stakeholder bei sensiblen Themen besser adressieren können. Frau Dr. Wiske ist Professorin für Public Relations und Unternehmenskommunikation an der Hochschule Ansbach. Die Veranstaltung fand in der Nürnberger Zentrale der Wirtschaftskanzlei Rödl & Partner statt.