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Strategy and Organization

STRATEGY AND ORGANIZATION

True Value Lies in Providing a Clear Direction for Change.

“Wie richten wir unsere Strategie und Organisation so aus, dass wir langfristig flexibel, innovativ und erfolgreich bleiben?”

Die kurze Antwort: Wir verbinden Strategie, Organisation und Prozesse zu einem ganzheitlichen Konzept und unterstützen Sie bei der Umsetzung bis hin zum Change Management.

Märkte verändern sich rasant. Neue Technologien, geopolitische Entwicklungen und gesellschaftliche Erwartungen zwingen Unternehmen und öffentliche Institutionen dazu, ihre Strategie und Organisation regelmäßig zu hinterfragen. Wachstum entsteht heute nicht mehr allein durch Skalierung, sondern durch kluge Entscheidungen: Welche Geschäftsfelder sind zukunftsfähig? Welche Prozesse gilt es neu zu denken? Und wie bleibt die Organisation leistungsstark?

Als Entscheider:in stehen Sie vor der Aufgabe, Ihr Unternehmen resilient auszurichten und aufzustellen. Gleichzeitig wollen sie effizient agieren, innovativ gestalten und konkrete Ergebnisse erzielen. Genau hier setzt unsere strategische Beratung an.

Wir unterstützen Sie bei dieser komplexen Aufgabe, indem wir Ihnen helfen, auf strategischer Ebene den Überblick zu bewahren, Ihren Transformationsprojekten und -prozessen eine klare Richtung geben und mit ihren Teams Wachstumsstrategien entwickeln. Unser Ziel: Ihr Unternehmen zukunftsfähig und leistungsstark aufstellen. 

Unsere Leistungen – Strategie, Wachstum, Organisation

Wir treiben Ihre strategischen und organisatorischen Entwicklungen gezielt voran – von der ersten Analyse bis zur konkreten Umsetzung. Unser Angebot bündeln wir in drei zentrale Dimensionen: Strategie, Wachstum und Organisation. 

Wir analysieren Ihre Marktposition, identifizieren relevante Trends und entwickeln belastbare Strategien für Unternehmen, Geschäftsbereiche oder einzelne Produkte. Dabei berücksichtigen wir sowohl Ihre Ziele als auch die Anforderungen Ihrer Stakeholder sowie die Best Practices Ihrer Marktbegleiter. Sie kommen mit uns zu einer Antwort auf die Frage: Was muss ich in der aktuellen Marktlage tun, damit mein Unternehmen in ein, drei und fünf Jahren erfolgreich am Markt positioniert ist?

Ob neue Geschäftsfelder, M&A-Projekte oder digitale Geschäftsmodelle: Wir unterstützen Sie beim Entwickeln und Bewerten von Business Cases, bei Markteintrittsstrategien und beim Aufbau zukunftsfähiger Strukturen. Welche Innovationen fördern mein Wachstum, von welchen alten Mustern muss ich mich verabschieden? Wir helfen Ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Veränderungen in der Strategie wirken sich unmittelbar auf Ihre Organisation aus. Wir gestalten mit Ihnen Ihre Reorganisation, Restrukturierungen und Transformationsprozesse, damit Sie weiter effizient und effektiv arbeiten können. Den Fokus legen wir dabei auf Klarheit und Akzeptanz.

Ihre Vorteile – From Vision to Value

Unsere Beratung schafft echte Werte – strategisch, organisational und kulturell. Wir liefern keine Konzepte von der Stange, sondern individuelle Lösungen, die zu Ihrer Realität passen. Worauf wir Wert legen: 

  • Klarheit und Orientierung 
    Sie erhalten von uns eine fundierte Entscheidungsbasis für Ihre strategischen und organisatorischen Weichenstellungen.
  • Effizienz und Wirkung 
    Unsere Konzepte sind umsetzbar und führen zu messbaren Verbesserungen – ob in Prozessen, Strukturen oder im Mindset Ihrer Organisation.
  • Nachhaltige Veränderung 
    Wir beraten Sie nicht nur bis zur Umsetzung, sondern sorgen dafür, dass die neuen Standards und Denkweisen langfristig in Ihrer Organisation verankert bleiben. 

Unsere Berater:innen treten Ihnen als erfahrene Sparringspartner gegenüber – mit Expertise in Real Estate, Infrastruktur und Industrie. Sie kennen die Herausforderungen Ihrer Branche und bringen die nötige inhaltliche Tiefe mit, um gemeinsam mit Ihnen die Zukunft Ihrer Organisation positiv zu gestalten.

Aktuelle Themen

Major Projects Consulting

Komplexe Transformations- und Investitionsprojekte erfordern erhebliche Mittel und bergen hohe Risiken. Entscheidend für ihren Erfolg sind eine klare Strategie, eine robuste Organisation sowie eine vorausschauende Planung, eine solide Finanzierung und ein stringentes Programm-Management.

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Brand Solutions

Unternehmen aus Automotive, Handel, Banken, Telekommunikation und Lifestyle stehen heute unter hohem Transformationsdruck: Märkte verändern sich rasant, Kundenerwartungen steigen, regulatorische Anforderungen nehmen zu. Marken müssen schneller, effizienter und konsistenter neue Räume, Formate und Touchpoints ausrollen als je zuvor. Unser Team entwickelt strategische Rollout-Konzepte für Brand-, Retail- und Service Spaces – und setzt sie international um, branchenübergreifend und skalierbar.

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Organisations- und Leistungsstrukturanalyse nach AHO Projektsteuerung

Öffentliche Bauprojekte starten oft unter hohem Erwartungsdruck. Es sollen bereits früh Entscheidungen getroffen werden, ohne dass die Rahmenbedingungen final abgestimmt wurden. Zudem stoßen die Organisationsstrukturen mit der Projektabwicklung oft an ihre Grenzen. Drees & Sommer unterstützt öffentliche Auftraggeber dabei, Projekte unter Berücksichtigung der spezifischen Projektziele organisatorisch sauber aufzusetzen, Risiken früh zu erkennen und einen belastbaren Fahrplan abzuleiten.

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Studie Transform to Succeed

Die Digitalisierung bleibt ein Dauerthema für die Bau- und Immobilienwirtschaft. Wo steht die Branche aktuell und wie ernst nimmt sie den digitalen Wandel tatsächlich? Die Neuauflage der Studie „Transform to Succeed 2025“ liefert Antworten.

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Referenzen

TENNET SOL

Im Rahmen des Projekts unterstützte Drees & Sommer die TenneT TSO GmbH bei der Organisationsentwicklung und dem Changemanagement für das Programm SüdOstLink, kurz SOL. SOL ist als zentrales Netzausbauprojekt für die Energiewende unter Nr. 5 und 5a nach Bundesbedarfsplangesetz festgeschrieben. Es handelt sich um eine geplante Gleichstrom-Erdkabelleitung zwischen Netzverknüpfungspunkten in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit dem Netzverknüpfungspunkt ISAR in Bayern.

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STADTREINIGUNG DRESDEN GMBH (SRD)

Die Stadtreinigung Dresden GmbH (SRD) ist der zentrale kommunale Dienstleister für die Abfallwirtschaft im Großraum Dresden. Sie hält die Stadt sauber und lebenswert – heute und in Zukunft. Gleichzeitig wächst das Aufgabenspektrum. Neue gesetzliche Vorgaben und ein vielfältiges Projektportfolio erhöhen die Komplexität. Drees & Sommer entwickelt gemeinsam mit den Verantwortlichen ein individuelles System, das die Besonderheiten der Organisation berücksichtigt.

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Presse

Vom Sanierungsstau zum Bildungsschub: Strategien aus der Schulbaukrise

Innovative Konzepte wie Multiprojektmanagement bei 22 Schulen in Köln oder der Gebäudetyp E in Bayern zeigen, wie der Weg aus dem Sanierungsstau gelingen kann. © Getty Images - Dusan Stankovic
Die Schule in der Zusestraße in Köln ist eine der 22 Schulen, die durch Multiprojektmanagement von Drees & Sommer gesteuert wird. © loomn.de Architekturvisualisierung

Stuttgart, 04. November 2025. Deutschlands Schulinfrastruktur steht am Limit. Der Bau- und Sanierungsbedarf ist immens, die Haushaltskassen der Länder und Kommunen vielerorts leer. Die gute Nachricht: Es gibt konkrete Ansätze und Lösungen, wie die dringend benötigten Maßnahmen jetzt angegangen werden können. Ein wichtiger Hebel zur Finanzierung stellt dabei das am 18.03.2025 beschlossene Sondervermögen der Bundesregierung dar. Um die Sanierungen zu beschleunigen, setzt Bayern bei Pilotprojekten bereits auf den Gebäudetyp E. Städte wie Köln zeigen zudem, wie sich der Sanierungsstau durch Multiprojektmanagement und strategisches Liegenschaftsmanagement systematisch und effizient bewältigen lässt.   Bei den langfristig angelegten Maßnahmen unterstützt das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE die Städte und Kommunen. 

Der Putz rieselt von den Wänden, durch undichte Fenster pfeift der Wind, der Wasserhahn tropft und die Räume sind schon lange viel zu klein – Nach aktuellen Schätzungen der staatlichen Förderbank KfW beläuft sich der Sanierungsstau an deutschen Schulen auf rund 55 Milliarden Euro. So viel sei nötig, um die maroden Gebäude wieder in einen funktionalen und sicheren Zustand zu versetzeni. Gleichzeitig steigen die Schülerzahlen kontinuierlich. Laut Prognosen der Kultusministerkonferenz wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler bis zum Jahr 2035 bundesweit um rund 758.000 auf insgesamt 11,8 Millionen anwachsenii. Hinzu kommen neue Anforderungen wie der flächendeckende Ausbau von Ganztagsangeboten an Grundschulen ab August 2026 und die stetig wachsenden Städte und Ballungsräumeiii.

Mehr als nur Risse in der Wand 

„Der bauliche Zustand vieler Schulen ist eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit sowie das gute Lernen und Lehren der Schüler- und Lehrerschaft“, sagt Thomas Köhler, Spezialist für Bildungsbauten bei Drees & Sommer. „Wer sich in einem Raum nicht wohlfühlt, der kann sich schlechter konzentrieren und sich weniger gut entfalten.” Damit Schulen diese Probleme beheben können, oder sie beim Neubau gar nicht erst entstehen, unterstützt Köhler Städte und Kommunen mit umfassenden Beratungsleistungen. Er hat bereits verschiedenste Schulprojekte im gesamten Bundesgebiet begleitet und bringt dabei technisches Know-how, pädagogisches Verständnis und strategische Planung zusammen.

Köhler kennt auch die Herausforderungen, vor denen viele Kommunen aktuell stehen: Zwar liege die Zuständigkeit für das Schulwesen formal bei den Ländern, doch die Verantwortung für die Schulgebäude tragen in der Regel die Städte und Gemeinden. „Dort fehlt es oft am Personal, Bürokratie erschwert schnelles Bauen zusätzlich und die finanziellen Mittel sind knapp bemessen”, sagt der Experte. Abhilfe könnte hier das im März 2025 beschlossene, 500 Milliarden Euro schwere, Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität der Bundesregierung schaffen. Knapp 100 Milliarden Euro sollen davon in die Länder und Kommunen fließeniv. Wie viel tatsächlich für die Sanierung und den Ausbau von Schulen zugutekommt, ist noch offen. Aber: „Es besteht jetzt die Chance, dringend benötigte Mittel schnell und unbürokratisch bereitzustellen”, meint Köhler. 

Sanierungsfall Babyboomer-Schulen 

Doch selbst wenn finanzielle Mittel verfügbar sind, bleibt die Umsetzung der Neubau- und Sanierungsfälle komplex. Denn vielerorts stehen Kommunen nicht nur vor organisatorischen, sondern auch vor baulichen Herausforderungen. Hier setzt die Arbeit von Thomas Köhler und seinen Kolleg:innen von Drees & Sommer an: Sie beraten und begleiten bundesweit Städte und Gemeinden, wie die Domstadt Köln, bei der großflächigen Sanierung und dem Ausbau von Schulen. Obwohl der Bedarf deutschlandweit hoch ist, gibt es darunter jene, um die es besonders schlecht steht. „Gebäude, die zwischen den 1950er und 1970er Jahren errichtet wurden, entstanden unter dem Druck, schnell und kostengünstig Raum zu schaffen. Der Fokus lag auf der schieren Anzahl der Räume und funktionaler Einfachheit, kurzum: Auf Quantität statt Qualität”, so der Experte. Typisch für diese Zeit seien beispielsweise Stahlbeton-Skelettbauten mit Waschbetonfassaden und einfachen Aluminiumfenstern, die zwar effizient gebaut wurden, heute aber als trist und energetisch problematisch gelten. „Mittlerweile sieht man die Folgen, die von Schadstoffen in den Materialien über mangelhafte Wärmedämmung und einfache Aluminiumverglasung bis hin zu veralteten Heiz- und Lüftungssystemen reichen“, so Köhler.

Auch bei der Barrierefreiheit besteht großer Nachholbedarf: „Viele Gebäude sind für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen kaum zugänglich. Zwar existieren Förderprogramme für barrierefreie Umgestaltungen, doch angesichts des umfassenden Sanierungsstaus reichen diese bei Weitem nicht aus”, so Köhlerv. Wenn er von Sanierungen der Babyboomer-Schulen spricht, dann meint der Schulbau-Experte meist eine grundlegende Erneuerung. „Ein frischer Anstrich oder eine neue Fassade reichen nicht“, sagt er. „Wer nachhaltig sanieren will, muss tief in die Bausubstanz eingreifen.“ Denn energetische Maßnahmen allein können Schadstoffe wie Asbest, PCB oder Schimmel nicht beheben. Neben den baulichen Mängeln klagen Lehrkräfte und Schulleitungen außerdem zunehmend über räumliche Missstände: Zu kleine Klassenzimmer, fehlende Differenzierungsräume und unzureichende Flächen für moderne, teamorientierte Lernkonzepte erschweren den Schulalltag. Die alten Schulgebäude sind häufig noch auf Halbtagsschulbetrieb ausgelegt, während die Schulen heute vielfach Ganztagsangebote und individuelle Förderungen anbieten müssen. Der bisher im Schulbau verwendete Planungswert von zwei Quadratmeter pro Schülerin oder Schüler sei angesichts neuer pädagogischer und organisatorischer Anforderungen schlicht zu geringvi. 

Fahrplan gegen den Sanierungsstau: Multiprojektmanagement in Köln 

„Um den Sanierungsstau an deutschen Schulen zu lösen, braucht es koordinierte Maßnahmen und eine Art Sanierungsfahrplan“, ist sich Thomas Köhler sicher. Ein solcher Fahrplan müsse auf Basis klarer Prioritäten regional gedacht werden und dürfe nicht an den Grenzen einzelner Kommunen enden. Die Grundlage dafür bildet eine strategische Liegenschaftsberatung, die die verschiedenen Bildungseinrichtungen großflächig systematisch erfasst, den baulichen und funktionalen Bedarf analysiert und klare Prioritäten setzt. 

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt sich seit ein paar Jahren in Köln. Bereits 2017 beauftragte die Domstadt das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer mit der Sanierung, Erweiterung und dem Neubau von mehreren Schulbauprojekten. Sieben Maßnahmen, welche mit der Unterstützung des Beratungsunternehmens gesteuert wurden, konnten bis 2023 termingerecht und erfolgreich abgeschlossen werden. Der Erfolg führte zu einer erneuten Vergabe an Drees & Sommer in Form von einem weiteren Teil des zweiten Schulbau-Maßnahmenpakets in Köln. Für die insgesamt 22 Schulbauprojekte in Köln etablierte die Stadt ein Multiprojektmanagement, das sich schnell als Erfolgsmodell herausgestellt hat. „Wir planen dabei nicht jedes Bauvorhaben einzeln, sondern koordinieren alle 22 Projekte gemeinsam und im Verbund“, erklärt Teamleiterin Anja Könings, die das Projekt bei Drees & Sommer verantwortet. „Dadurch schaffen wir Synergien, sparen Zeit und Ressourcen und beschleunigen die Umsetzung deutlich”, sagt die Expertin. 

Zu den Leistungen, die im Multiprojektmanagement des Schulbauprogramms erbracht werden, gehört neben der unterstützenden Projektleitung und -steuerung auch das BIM-Qualitätsmanagement. BIM, kurz für Building Information Modeling, ist eine digitale Planungsmethode, bei der alle Informationen zu einem Bauprojekt in einem digitalen 3D-Modell zusammengeführt werden. Dadurch können Planerinnen und Planer, Bauherren und Fachleute aller Disziplinen gleichzeitig auf aktuelle Daten zugreifen, Konflikte frühzeitig erkennen und Abläufe effizient koordinieren. Im Projekt in Köln koordiniert ein interdisziplinäres Team aus rund zwanzig Expertinnen und Experten das Gesamtprojekt mithilfe dieses digitalen Tools. 

Eine weitere Besonderheit des Multiprojektmanagements ist die Vergabe durch Drees & Sommer an General- und Totalunternehmer. „Dadurch vermeiden wir Aufwand für Einzelausschreibungen”, sagt Könings. Stattdessen erfolgt die Umsetzung aus einer Hand, was das Projekt beschleunigt und gleichzeitig Risiken minimiert. Die Projektleiterin sieht auch standortübergreifende Vorteile: „Wir nutzen Synergien zwischen den verschiedenen Teilprojekten, was hauptsächlich bei der Wiederverwendung von Planungselementen, der Abstimmung von Bauzeiten oder der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen zum Einsatz kommt. Dasselbe machen wir auch innerhalb unseres Teams. Wir haben Expertinnen und Experten mit pädagogischem, soziologischem und baufachlichem Know-how. Dadurch können wir die Schulen nicht nur baulich fit machen, sondern die Anforderungen moderner Lernwelten bereits im Planungsprozess berücksichtigen”, so Könings.

Bayern baut schneller mit dem Gebäudetyp E 

Ein vielversprechender Weg, um Bauprojekte im Bildungsbereich deutlich zu beschleunigen, zeigt sich auch mit dem Gebäudetyp E, einem innovativen Baukonzept, das Bayern bereits erfolgreich vorantreibt. E steht dabei für einfach und effizient und verfolgt das Ziel, Schulgebäude modular, flexibel und standardisiert zu planen. Durch ihn lassen sich Bauzeiten verkürzen, Kosten senken und gleichzeitig moderne, pädagogisch hochwertige Lernumgebungen schaffen. Die modulare Bauweise erlaubt es, Gebäude schnell an wechselnde Schülerzahlen anzupassen und energetische sowie funktionale Anforderungen zu erfüllen. 

Doch warum setzt man das, was in der Theorie so einfach und sinnvoll klingt, nicht flächendeckend in ganz Deutschland ein? „Dort fehlen bislang noch die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, um ähnliche Modelle umzusetzen. Eine bundesweite Anwendung erfordert noch umfangreiche Abstimmungen in Normung und Gesetzgebung”, so Köhler. „Bayern hingegen hat die rechtlichen Voraussetzungen für den Einsatz des Gebäudetyps E frühzeitig geschaffen. Im Sommer 2023 wandelte das Bayerische Bauministerium Artikel 63 der Bayerischen Bauordnung von einer Ermessens- in eine Sollvorschrift um. Damit dürfen Behörden seither regelmäßig von bestehenden Normen abweichen”, erklärt der Schulbauexperte. Dadurch, dass man sich vom eigentlichen Regelwerk loslöst, wird eine einfachere, kostengünstigere und ressourcenschonendere Bauweise ermöglicht, ohne die Sicherheit zu gefährden. Derzeit werden mehrere Schulen in Mittelfranken und Oberbayern als Gebäudetyp E realisiertvii.

Schulbau wird zur Kostenfalle: Innovative Finanzierungsmodelle für Kommunen 

Pro saniertem Schulplatz müssen Kommunen aktuell mit rund 34.000 bis hin zu über 77.000 Euro rechnen. Für den Neubau von Schulen liegen die Kosten pro Quadratmeter genehmigter Hauptnutzfläche je nach Schultyp etwa zwischen 4.800 und über 6.400 Euro. Für eine neue Grundschule werden im Durchschnitt rund 30 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt, bei steigender Tendenz wegen hoher Baukosten und Preisexplosionen. Die Preise variieren dabei zwischen der Größe von Städten, in denen die Schule liegt. Neubaukosten in größeren Städten wie Hamburg oder Berlin sind in den letzten Jahren von circa 3.300 Euro pro Quadratmeter auf über 4.000 Euro gestiegenviiiix. 

Da die Kommunen die Kosten längst nicht mehr alleine stemmen können, rücken alternative Finanzierungs- und Fördermittelmodelle zunehmend in den Fokus. Um im Bürokratiedschungel den Überblick zu behalten, wo und wie es welche Fördermittel gibt, berät Drees & Sommer die Kommunen dabei. Dabei geht es nicht nur um die Identifikation passender Förderprogramme, sondern auch um die strategische Planung und die konkrete Antragstellung.   

Neben klassischen Fördermitteln setzen einige Kommunen auf private Investoren und Public-Private-Partnership-Modelle, um die Sanierung und den Neubau von Schulen zu finanzieren. Private Kapitalgeber bringen dabei frische Mittel in Bildungsimmobilien ein, die dann von den Kommunen langfristig angemietet werden. „Das öffnet neue Finanzierungsspielräume für überforderte Kommunalhaushalte, da die Investitionskosten über Mietverträge gestreckt werden können”, sagt Köhler. Der Trend zu solchen alternativen Finanzierungsformen wird durch steigendes Investoreninteresse und das Bedürfnis nach nachhaltiger, klimaneutraler Bauweise zusätzlich befeuert. Die Drees & Sommer-Tochter Real Blue KVG unterstützt die Kommunen darin, geeignete Finanzierungsstrukturen zu entwickeln, die Förderprogramme effizient in solche Modelle integrieren und so möglichst viele öffentliche Zuschüsse mit privatem Kapital kombinieren.

Mehr als Lippenbekenntnisse 

Damit solche Vorhaben wie aktuell in Bayern oder Köln nicht nur auf dem Papier bestehen, braucht es mehr als gute Ideen. „Es braucht politischen Rückhalt und ein ausreichend ausgestattetes Budget, das gezielt statt tröpfchenweise eingesetzt wird“, fordert Thomas Köhler von Drees & Sommer. „Nur wenn Bund, Länder und Kommunen gemeinsam Verantwortung übernehmen und klare Prioritäten setzen, lassen sich die Herausforderungen im Bildungsbau nachhaltig bewältigen. Ein echter Wandel kann nur dann gelingen, wenn zukünftig alle – vom Staat bis hin zur Privatwirtschaft – an einem Strang ziehen, sei es bei der Finanzierung, der Entwicklung innovativer Lösungen und auch beim Hinterfragen bestehender Standards. Nur so können komplexe Großprojekte schneller, kosteneffizienter und qualitativ hochwertiger umgesetzt werden. Wollen wir als Wirtschaftsstandort aufholen, müssen wir solche Partnerschaften nicht nur zulassen, sondern aktiv fördern. Der Staat muss nicht alles selbst bauen. Aber er muss sicherstellen, dass gebaut wird. Unsere Kinder, die künftigen Generationen, haben ein Recht darauf.” 

[i] Analysen und Publikationen von KfW Research zur Bildungsinfrastruktur | KfW

[ii] Aktuelle Vorausberechnung: Schülerzahlen steigen voraussichtlich um 758.000 bis 2035

[iii] Mehr Plätze, mehr Qualität: Der Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder - Ganztagsbetreuung

[iv] Investitionsoffensive für das ganze Land | Bundesregierung

[v] Infrastruktur Kreditprogramme

[vi] Raumgröße und flexible Raumnutzung - Sichere Schule

[vii] Neubau einer Mittelschule - Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

[viii] GiB-Studie_BSO_Kosten_2022_10_24.pdf

[ix] Schulen: Kostensteigerungen kommen auch Schulbau teuer zu stehen | DIE ZEIT

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Chris Richter

Chris Richter

Associate Partner und Head of Strategy and Organization

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