Presseinformation

Grundsteinlegung für Zukunftscampus in Ingolstadt

© AUDI AG

Mit dem IN-Campus wollen sich Audi und die Stadt Ingolstadt für die digitale Zukunft und die Mobilität von morgen aufstellen. Auf dem Gelände einer ehemaligen Erdölraffinerie im Osten von Ingolstadt entwickeln sie einen modernen Gewerbe- und Technologiepark. Um die Altlasten des Grundstücks zu beheben, kommen innovative Methoden der Bodensanierung zum Einsatz – ein bislang einzigartiges Umweltprojekt in Bayern. Mit der Grundsteinlegung am 13. Mai 2019 feierten die Projektbeteiligten gemeinsam mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder einen ersten Meilenstein des Vorhabens. Drees & Sommer begleitet die Campus-Entwicklung mit Projektsteuerung, Green Building-Beratung und technischem Projektmanagement.

Hightech und Kreativität auf ehemaliger Brachfläche

„Das Kürzel ‚IN‘ steht für Innovation. Gemeinsam mit der Stadt Ingolstadt haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, eine Denkfabrik für Zukunftstechnologien mit klugen Köpfen von Audi, Wissenschaftlern, Start-ups und Partnerunternehmen zu schaffen. Dafür sanieren wir das Gelände vollumfänglich, statt bislang unbebaute Flächen zu verbrauchen“, erklärt AUDI AG-Produktionsvorstand Peter Kössler. Zum Innovationsgedanken der IN-Campus GmbH, einem Joint Venture der Audi AG und der Stadt Ingolstadt, werden hochwertige Arbeitsplätze in modernen Gebäuden mit Gastronomie und Anbindung an die Natur beitragen. Audi-Mitarbeiter und auch Partnerfirmen, Projektteams und Start-ups sollen auf der insgesamt 75 Hektar umfassenden Fläche einziehen. Das ehemalige Raffineriegelände bringt neben der enormen Größe auch die Anbindung an das Audi-Stammwerk und die Autobahn als positive Voraussetzung mit. So kann auf dem Areal künftig an der Weiterentwicklung des autonomen Fahrens geforscht und gearbeitet werden.

Bekenntnis zum Standort Ingolstadt: Grundsteinlegung für den technologischen Wandel

Am 13. Mai legten nun der Bayerische Ministerpräsident, Dr. Markus Söder, der Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt, Dr. Christian Lösel, sowie Audi-Produktionsvorstand Peter Kössler zusammen mit den beiden Geschäftsführern der IN-Campus GmbH offiziell den Grundstein für das gesamte Projekt. „Mit dem IN-Campus bauen wir die gute Entwicklung Ingolstadts in Sachen Digitalisierung und Hochtechnologie in Bayern weiter aus. Außerdem schaffen wir hier die Arbeitsplätze der Zukunft für die Technologien der Zukunft“, sagt Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel.

 

Naturschutz und Technologie: IN-Campus als Leuchtturm unter den Sanierungsprojekten

Bei der Entwicklung des IN-Campus spielen nicht nur innovative Technologien der Zukunft eine Rolle, sondern auch die Vision des Nullenergie-Campus. Dazu werden energieeffiziente Gebäude, ein hoher Anteil an Eigenerzeugung, Nutzung von regenerativen Energien und Abwärme, Energiespeicherung sowie intelligente Reglungssysteme beitragen. Freier Zugang, offene Strukturen und weitläufige Außenanlagen charakterisieren den zukünftigen Campus. Zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Nähe zur Natur, die durch eine breite Allee mit großzügigen Grünanlagen als „Campus-Ader“ und dem naturnahen Übergang zum Auenwald entsteht. In einer unbelasteten Zone im Nordwesten des Areals haben bereits im Herbst 2018 die Bauarbeiten für den ersten von drei Bauabschnitten des Campus begonnen. Das Projekthaus mit vier Gebäudeteilen befindet sich bereits im Bau. Dort werden ab Ende 2020 etwa 1.400 Entwickler von Audi und Partnerfirmen an innovativen Projekten arbeiten. Im Bauabschnitt 1 kommen außerdem ein Fahrzeug-Sicherheitszentrum mit einer modernen Crash-Arena, ein Rechenzentrum, ein Funktionsgebäude samt Feuerwache und eine Energiezentrale hinzu. Der Bauabschnitts 1 wird voraussichtlich bis 2023 fertiggestellt sein, auf den restlichen Teilflächen des Areals wird die IN-Campus GmbH schrittweise weitere Zukunfts-Projekte entwickeln. Doch bevor das Gesamtareal bebaut werden kann, müssen Altlasten der ehemaligen Erdölraffinerie beseitigt und der Boden voraussichtlich bis zum Jahr 2022 saniert werden. Das aufwändige Sanierungsprojekt auf dem IN-Campus Gelände ist eines der größten in Deutschland und ein bislang einzigartiges Umweltprojekt in Bayern.

75 Hektar Industriebrache als Hightech-Standort

„Am IN-Campus wird zukünftig an innovativen Projekten geforscht und gearbeitet. Wir freuen uns, bei der Entwicklung des Campus von einer Industriebrache hin zum Hightech-Standort mitzuwirken und dafür zu sorgen, dass Termin-, Kosten- und Qualitätsziele eingehalten werden“, sagt Stefan Schweitzer, Associate Partner bei Drees & Sommer. Das internationale Projektmanagement- und Beratungsunternehmen begleitet den Auftraggeber im technischen Projektmanagement und in der Projektsteuerung. Außerdem berät Drees & Sommer die IN-Campus GmbH auch zur Green-Building-Zertifizierung. Nicht nur die Größe des Projekts ist besonders – hinzu kommt der Umweltaspekt, der den IN-Campus zum Leuchtturmprojekt in Bayern macht. Auf 15 Hektar des Areals soll sich nach der Sanierung die Natur wieder ausbreiten und bedrohten Tier- und Pflanzenarten neuen Lebensraum bieten.