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User Centric Solutions

Wir verbinden Menschen, Räume und Technologien.
 

“Wie schaffen wir zukunftsfähige Arbeits-, Lebens-, Lern- und Erlebniswelten?”  

Kurz gesagt: Indem wir Menschen, Räume und Technologien zusammen denken und uns in der Beratung von Anfang an auf die spätere Nutzung und den Betrieb konzentrieren. Unsere Kunden führen wir durch den gesamten Prozess – von der Strategie bis zur Umsetzung in die Praxis.

Diese typischen Herausforderungen lösen wir für Sie

  • Strategischer Nutzen: Häufig scheint der konkrete Nutzen, den moderne Arbeits‑, Lern‑ und Kundenwelten leisten, unklar. Das ändern wir. Wir machen deutlich, wie sich Ihr Investment auf Unternehmensstrategie, Leistung, Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität für die Nutzenden auswirkt.  
  • Wirtschaftlichkeit und ROI: Der Erfolg von modernen Arbeits-, Lern- und Kundenwelten ist nicht messbar? Doch. Wir berechnen Ihnen den Business Case, den Return on Investment und die Lebenszykluskosten. Sie bekommen KPIs, Governance-Modelle und klare Verantwortlichkeiten, die dafür sorgen, dass sich Ihr Investment dauerhaft lohnt. 
  • Flächen und Investitionen: Die Kosten sind oft zu hoch – das Corporate Real Estate Management strebt flexible, skalierbare Flächen an. Wir entwickeln Konzepte, die über den gesamten Lebenszyklus wirtschaftlich sind.  
  • Organisation und Wirksamkeit: Moderne, hybride Arbeits-, Lern- und Kundenumgebungen wirken sich nachweislich positiv auf die Zusammenarbeit, die Kultur und die Marke aus. Vor den damit verbundenen Veränderungen scheuen jedoch viele Organisationen zurück. Denn sie sind unsicher, wie sie den Change richtig steuern. Oder sie unterschätzen diese essenzielle Aufgabe. Wir gestalten Veränderungen so, dass alle Beteiligten mitziehen. Denn die Zahlen und Fakten am Ende sind nichts wert ohne ein gutes Bauchgefühl von Beginn an.  
  • Betrieb und Nachhaltigkeit: Hohe Kosten für Flächen und ineffizient genutzte Energie und eine mangelnde Servicequalität belasten viele Organisationen. Wir sorgen für einen effizienten, nutzerorientierten und nachhaltigen Betrieb.  
  • Technologie und Digitalisierung: Organisationen stehen unter Druck, auf die digitalen Plattformen und Innovationen zu setzen, die künftig relevant bleiben. Außerdem müssen sie audio-visuelle Medien, IT, Workplace-Technologien, KI und Daten sicher, skalierbar und benutzerfreundlich in ihre bestehende Systemlandschaft integrieren. Wir unterstützen sie dabei.   

User Centric Solutions steht für die nutzer- und betriebsorientierte Beratung, Planung und Umsetzung von leistungsfähigen Arbeits-, Lebens-, Lern- und Erlebniswelten.  

All diesen Herausforderungen begegnen unser Expert:innen mit integrierten Lösungen. Denn wer den physischen und digitalen Raum transformieren will, kommt mit isolierter Planung nicht weit.  

Stattdessen vereinen wir Kompetenzen in Organisationsberatung, Architektur, Digitalisierungs- und Technologieberatung, Projektmanagement, Nachhaltigkeit und Change Management. 

Wir verbinden Menschen, Räume und Technologien in diesen Bereichen:

Schaffen Sie mit uns ein flexibles, modulares und hybrides System, das Produktivität, Kollaboration und Wohlbefinden gleichermaßen stärkt. 

Zukunftsfähige Arbeitswelten sind mehr als Büros. Sie sind Werkzeuge für Produktivität, Zusammenarbeit und operative Exzellenz.​  

  • Mitarbeitendenmagnet: Arbeitsumgebungen, die Identität stiften und durch Nutzererlebnisse Akzeptanz schaffen​  
  • Flächeneffizienz: Flexible, skalierbare Konzepte für aktivitätsbasiertes Arbeiten mit optimierter Auslastung und nachhaltiger Wirtschaftlichkeit​  
  • Hybride Zusammenarbeit: Leistungsfähige technologische Infrastruktur für barrierefreie, reibungslose hybride Zusammenarbeit​  
  • Akzeptanz und Umsetzung: Integriertes Change Management für produktive Nutzung der neuen Arbeitswelt ab dem ersten Tag​  

Wir denken und handeln ganzheitlich und führen Sie vom Start bis zum Abschluss durch Ihr Projekt: von der Entwicklung Ihrer Workplace‑Strategie über die Konzeption, Planung und Umsetzung bis zur Einführung inklusive Skalierung, Roll-out und den Betrieb.​ 

Wir bauen mit Ihnen adaptive und inspirierende Umgebungen. Hier können Menschen hybride Lernen, zusammenarbeiten und nachhaltig ihre Kompetenzen entwickeln.

Moderne Lehr- und Lernumgebungen müssen Wissen schneller verfügbar machen und Lehre erleichtern – vor Ort und hybrid.​  

  • Zeitgemäßes Lernen: Lernumgebungen, die Lehrende und Lernende unterstützen und innovative Lehr‑ und Lernformate ermöglichen​  
  • Hybride Exzellenz: Interaktive Präsentations‑, Kommunikations‑ und Kollaborationstechnologien für Präsenz‑ und Remote‑Teilnehmende in einem Raum​  
  • Skalierbarkeit: Standardisierte, wirtschaftliche Konzepte für nachhaltigen Betrieb sowie Roll‑outs über ganze Portfolios​  
  • Befähigung und Akzeptanz: Integriertes Change Management mit gezielten Schulungen für Personal und Lehrende​  

Wir entwickeln Lösungen für die hybride Bildung in modernen Lernwelten. Dabei beraten wir Sie beim Erstellen der strategischen Ausrichtung und der Umsetzung innovativer Lehrformate. So sichern wir den Betrieb langfristig und wirtschaftlich.​

Wir entwickeln mit Ihnen konsistente, emotional erlebbare, physisch-digitalen (phygitale) Touchpoints. Dadurch schaffen Sie persönliche Relevanz, stärken die Markenidentität und ermöglichen eine nahtlose Customer Journey.   

Kunden- und Markenbindung entsteht dort, wo der phygitale Raum zum messbaren Markenerlebnis wird.  ​  

  • Markenerlebnis: Brand‑ und Retailformate, die Orientierung schaffen, Vertrauen stärken und Kaufentscheidungen unterstützen​  
  • Customer Journey: Durchgängige Erlebnisse durch die Verbindung analoger und digitaler Touchpoints​  
  • Technologische Inszenierung: Innovative Technologien zur wirkungsvollen Inszenierung von Marken und Produkten im Raum​  
  • Skalierbarkeit: Standortübergreifende Store-Konzepte und einheitliche Standards für effiziente Roll-outs​  
  • Wirtschaftlicher Betrieb: Effiziente Organisation von Roll‑out und Betrieb​  

Wir entwickeln ganzheitliche Konzepte für Brand‑ und Retail Spaces – von der Planung und Umsetzung bis zum Roll‑out und Betrieb.​  

Mit uns kreieren Sie immersive, emotionale Erlebnisräume, die das Fan‑Engagement steigern, Ihre Marke stärken und nahtlose Live‑ und Digital‑Erlebnisse ermöglichen. 

Moderne Sport‑ und Entertainment‑Umgebungen sind weit mehr als bloße „Venues“.  

Sie sind Plattformen für Emotion, Interaktion und Identifikation. Live vor Ort, hybrid und digital verbinden sie Besuchererlebnis, Betrieb und Vermarktung zu einem ganzheitlichen System.  

  • Fan Experience: Ganzheitlich gestaltete Erlebnisräume, die Nähe, Emotion und Identifikation schaffen – vor, während und nach einem Event  
  • Immersive Inszenierung: Audio‑visuelle und digitale Technologien zur eindrucksvollen Inszenierung von Spiel, Show, Marke und Storytelling im Raum  
  • Nahtlose Touchpoints: Durchgängige Besucher‑ und Nutzererlebnisse durch die intelligente Verknüpfung analoger, digitaler und mobiler Touchpoints  
  • Betriebs‑ und Erlösfähigkeit: Nutzer‑ und betriebsorientierte Konzepte zur effizienten Organisation von Betrieb, Sicherheit, Hospitality und Vermarktung  
  • Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit: Standardisierte, wartbare und skalierbare Lösungen für multifunktionale Nutzung, saisonale Formate und Roll‑outs  

Wir unterstützen Sie ganzheitlich – von der strategischen Erlebnis‑ und Nutzungsdefinition über die Konzeption, Planung und Umsetzung bis zur Inbetriebnahme. Weiter geht’s mit dem laufenden Betrieb und der kontinuierlichen Weiterentwicklung Ihrer Sports and Entertainment‑Umgebungen.  

Schaffen Sie persönliche, nahtlose und multisensorische Erlebnisse, die Komfort, Effizienz und emotionale Gastbindung an jedem Touchpoint stärken.

Erst wenn Komfort, Flexibilität und Erlebnisqualität sich mit einem effizienten Betrieb verbinden, entsteht das wahre Gästeerlebnis. Das gilt für moderne Hotels genauso wie für Co‑Working Spaces und Veranstaltungszentren.  

  • Gästeerlebnis: Komfortable, flexibel nutzbare Hospitality‑ und Eventflächen mit Flair​
  • Marktpositionierung: Von der Marktstrategie über die Konzeption und Planung bis zu Roll‑out und Betrieb​  
  • Digitale Guest Experience: Intelligente Informations‑ und Leitsysteme sowie In‑Room‑Entertainment für mehr Komfort und Sicherheit​  
  • Multi‑Format‑Performance: Technologische Ausstattung und Nutzungskonzepte für Events, Tagungen, Konferenzen und wechselnde Formate​  
  • Investitionssicherheit: Nachhaltige Betriebskonzepte für langfristige Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit​  

Wir führen Sie durch Ihr Projekt – von der Marktpositionierung, über Konzeption, Planung und Umsetzung bis zu Roll‑out und Betrieb.​  

Mit uns entstehen hoch performante, sichere und intuitive Arbeitsplätzen, die situatives Entscheiden, Echtzeit‑Transparenz und effiziente Zusammenarbeit in kritischen Lagen ermöglichen.

Moderne Kontrollräume, Leitstellen und Lagezentren sind das Nervenzentrum organisationaler Handlungsfähigkeit. Sie bündeln Informationen, Technologien und Menschen zu einer integrierten Entscheidungs‑ und Reaktionsfähigkeit. Rund um die Uhr erfüllen sie höchste Anforderungen an Verfügbarkeit, Sicherheit und Ergonomie.  

  • Situationsbewusstsein: Intelligente Visualisierungs‑ und Informationskonzepte für ein gemeinsames, belastbares Lagebild in Echtzeit  
  • Mensch‑Maschine‑Interaktion: Ergonomisch und nutzerzentriert gestaltete Arbeitsplätze für dauerhaft leistungsfähiges Arbeiten in kritischen Einsatz‑ und Betriebsszenarien  
  • Technologische Resilienz: Hochverfügbare, sichere und skalierbare AV‑, IT‑ und Leitstellentechnologien für missionskritische Anwendungen  
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Räume und Systeme, die Führung, Analyse, Entscheidung und operative Umsetzung nahtlos verbinden – lokal, hybrid und organisationsübergreifend  
  • Betrieb und Zukunftssicherheit: Standardisierte, wartbare Konzepte mit klaren Betriebs‑, Update‑ und Skalierungsstrategien über den gesamten Lebenszyklus  

Wir unterstützen Sie ganzheitlich während Ihres gesamten Projekts – von der strategischen Bedarfs‑ und Anforderungsanalyse über Konzeption, Planung und Realisierung bis zur Inbetriebnahme. Dazu gehören auch die Themen Schulung, Betriebsorganisation sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung Ihrer Command‑ und Control‑Umgebung.  

Consulting Real-Estate Solutions Visual

Unser Beratungsansatz

Integriert statt isoliert. Strategisch statt reaktiv. Deshalb sind wir auch von der Strategieentwicklung bis in den Betrieb hinein an Ihrer Seite.  

People, Places und Technology gehören untrennbar zusammen: Das heißt, dass wir die Dimensionen Mensch und Organisation, Fläche und Raum sowie Digitalisierung und Technologie konsequent zusammen denken. Nur so können wir wirksame, skalierbare und wirtschaftliche Umgebungen für Unternehmen und Organisationen schaffen – mit dem bestmöglichen Nutzungserlebnis. 

Ihre Mehrwerte 

  • Immobilien- und Flächenstrategie  
    Wir schaffen Klarheit für Ihre nächsten Schritte: belastbare Entscheidungsgrundlagen für Neubau, Modernisierung, Umzug oder Roll-out – damit Sie schnell, sicher und wirtschaftlich planen können.  
  • Innenarchitektur und Brand Experience  
    Wir übersetzen Nutzer-, Kunden- und Betriebsanforderungen in Räume, die sowohl funktional als auch inspirierend sind – für effiziente Abläufe und eine starke Markenpräsenz im Alltag.  
  • Technologie und Digitalisierung  
    Wir integrieren moderne AV/IT-Lösungen mit digitalem Gebäudebetrieb und datenbasierter Planung – für smarte Entscheidungen, optimierte Prozesse und eine zukunftssichere Infrastruktur.  
  • Change Management  
    Wir begleiten Veränderungen auf allen Ebenen – klar und wirkungsvoll. Wir beziehen alle Beteiligten ehrlich mit ein. Denn nur dann werden diese den Wandel akzeptieren, unterstützen und umsetzen.  
  • Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit  
    Wir vereinen ökologische und ökonomische Ziele über den gesamten Lebenszyklus hinweg – für messbare Nachhaltigkeit, reduzierte Betriebskosten und langfristige Wertstabilität.  
  • Nutzerprojektmanagement  
    Wir steuern den gesamten Nutzerprozess – von der Anforderungsdefinition über bauliche Schnittstellen bis hin zu Change, Umzug und Betrieb. Das entlastet alle Beteiligten und Sie setzen Ihre Projekte reibungslos um.
Presse

Ein Zimmer, Küche, Vertrag: Drees & Sommer begleitet Neubau von Mitarbeiterwohnungen für Uniklinik Heidelberg

© GGH/Löffler_Schmeling_Architekten
Wer in Heidelberg eine Wohnung sucht, braucht starke Nerven. In den letzten 10 Jahren ist das Angebot an Mietwohnungen um 44 Prozent gesunken. Inmitten dieser Wohnungskrise kommt ein altbewährtes Konzept wieder in Mode: Das Mitarbeiterwohnen. Für die Beschäftigten des Universitätsklinikums Heidelberg baut die städtische Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) aktuell 99 Apartments.

Die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg (GGH) baut in unmittelbarer Nähe zum Neuenheimer Feld 99 Wohnungen für Beschäftigte des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD). Das auf Bau und Immobilien spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE begleitet die GGH bei diesem Vorhaben. Die Rohbauarbeiten wurden Ende Oktober abgeschlossen, im Juni 2025 sollen die neuen Mieterinnen und Mieter einziehen. Insgesamt entstehen auf dem etwa 4.500 Quadratmeter großen Gelände 3.170 Quadratmeter Wohnfläche, die auf fünf freistehende, zwei- bis dreigeschossige, L-förmige Gebäude verteilt sind. Die 99 Wohnungen sind überwiegend als Ein-Zimmer-Apartments mit 25 bis 30 Quadratmetern Wohnfläche sowie eigenem Bad und Küchenzeile angelegt.

Nach der Baufertigstellung im Mai 2025 wird das UKHD die 99 Wohnungen anmieten und verwalten. Die GGH bleibt weiterhin für Dach und Fach und somit für die Instandhaltung und Instandsetzung der Gebäude verantwortlich. „Mit dem Projekt schaffen wir günstigen Wohnraum für die Mitarbeitenden des Uniklinikums und tragen somit aktiv zur Fachkräftesicherung in unserer Stadt bei“, erklärt GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski. Um die eigene Zielsetzung einer nachhaltigen Bauweise zu erfüllen, setzt die GGH auf modulare Holzhybridkonstruktionen. 

Die Wurzel allen Bauens

Holz als Baustoff hat eine lange Tradition. Zwischenzeitlich von Beton und Zement abgelöst, rückt er angesichts von Klimawandel und Ressourcenknappheit wieder verstärkt in den Fokus. Als nachwachsender Rohstoff, der lokal erhältlich ist und CO2 speichert, besitzt Holz eine sehr gute Ökobilanz. Verbunden mit seinen exzellenten thermischen, statischen und witterungsbeständigen Eigenschaften ist Holz ein hervorragender Baustoff. Ein weiterer Vorteil: Holz lässt sich leicht bearbeiten und ermöglicht eine schnelle und präzise Vorfertigung von Modulen. Die einzelnen Elemente werden bereits in der Halle und in Serie vorgefertigt. Das sorgt für eine durchgehend hohe Qualität der einzelnen Bauteile, da sich die Module millimetergenau produzieren lassen. Zudem wird die Arbeit auf der Baustelle schneller und einfacher: Statt jedes Element kleinteilig bei Regen, Schnee und Kälte zu verbauen, werden komplette Systembauteile für Wände, Decken sowie auch für die Badezimmer angeliefert. Auf der Baustelle werden sie lediglich noch zusammengefügt. 

Alles im Takt mit Lean Construction Management

Damit die Mieterinnen und Mieter im Sommer einziehen können, ist ein effizienter Bauablauf das A und O. Drees & Sommer-Gesamtprojektleiter Benjamin Depner unterstützt das Projektmanagement des Bauherrn GGH dabei. Damit das Bauvorhaben innerhalb des geforderten Zeitrahmens fertig wird, setzt Depner mit seinem Team auf die Prinzipien des Lean Managements.

Die Methode ist aus der Automobilindustrie entlehnt: Autobauer wissen auf die Sekunde genau, wann es zu einer Störung im exakt getakteten Produktionsablauf kommt. Auf einer konventionellen Baustelle bleiben Mängel dagegen häufig lange unbemerkt und führen zu Folgefehlern.  „Mit der von uns angewandten Methode des Lean Construction Managements wird der Ansatz aus der Automobilindustrie auf Bauprojekte übertragen“, erläutert Depner. „Dreh- und Angelpunkt ist ein detaillierter Projektablauf, der auf den Tag genau durchgetaktet ist. Dabei wird ganz klar festgelegt, wann welche Mitarbeitenden, Maschinen und Baumaterialien zu welchem Zeitpunkt an welchem Ort benötigt werden.“ Das Ergebnis: eine deutliche Beschleunigung der Arbeitsprozesse und eine effiziente Baustelle. 

Wohnraum für Beschäftigte als Standortvorteil 

Für Drees & Sommer-Wohnungsexperte Andreas Kieb könnte das Konzept der GGH schon bald Schule machen: „Mitarbeiterwohnen ist mehr als nur ein Zusatzangebot. Es ist ein wichtiger Standortfaktor. Das gilt vor allem in Regionen mit hohem Wettbewerbsdruck um Fachkräfte. Ein gutes Wohnangebot kann den Ausschlag geben, ob sich ein potenzieller Mitarbeitender für oder gegen ein Unternehmen entscheidet.“ Um bestehende Hemmnisse abzubauen, empfiehlt Kieb eine Vorrangfunktion nach dem Beispiel Münchens. Dort verspricht die Stadt Unternehmen, die Werkswohnungen bauen, eine bevorzugte Genehmigung von Gewerbeflächen. Hilfreich sei auch eine Umwandlung sogenannter Mischgebiete in urbane Gebiete. Durch die damit verbundene höhere Bebauungsdichte könne man schnell und unkompliziert zusätzliche Wohneinheiten bauen.  Die Umsetzung von Mitarbeiterwohnen in der Breite ist allerdings noch alles andere als einfach: „Wohnungsbau braucht Zeit und ein gemeinsames Handeln von Kommunen und Unternehmen“, so Kieb. „Durch die Nutzung von Förderprogrammen und steuerlichen Begünstigungen können Unternehmen aber schon heute die Kosten für Mitarbeiterwohnungen erheblich senken. Langfristig machen sich die Mühen immer bezahlt.“  

Simon Wieland, der sich als Projektleiter beim Forschungsinstitut RegioKontext mit dem Mitarbeiterwohnen befasst, bestätigt diese Entwicklung: „Als das Thema vor ungefähr zehn Jahren wieder aufkam, war zunächst ein Umdenken notwendig. Viele Menschen hatten noch das Bild von historischen Werkswohnungen vor Augen – trist, grau und direkt neben den Werken.” Dieses Bild gehöre jedoch der Vergangenheit an: “Aus unserer langjährigen Beratungserfahrung mit Arbeitgebern, Verbänden und der öffentlichen Hand wissen wir, dass das Mitarbeiterwohnen Elemente des klassischen Werkswohnungsbaus mit zeitgemäßen Aspekten wie modernen Grundrissen, erschwinglichen Preisen und flexiblen Modellen kombiniert. Arbeitgeber, die verstanden haben, dass Lohnzulagen keine Wohnungen bauen, profitieren daraus”, führt Wieland weiter aus.  Am Ende ziehen zudem nicht nur Unternehmen und ihre Mitarbeiter, sondern auch die öffentliche Hand ihren Nutzen daraus: Mitarbeiterwohnen stärkt die lokalen Wirtschaftskreisläufe und trägt dazu bei, bezahlbaren, bedarfsgerechten Wohnraum vor Ort zu schaffen.

Magazin

Woran wir arbeiten, womit wir uns beschäftigen – und was uns beschäftigt: Erfahren Sie mehr über Orte mit Identität, gestalterischer Qualität und gesellschaftlicher Relevanz.  

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