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User Centric Solutions

Wir verbinden Menschen, Räume und Technologien.
 

“Wie schaffen wir zukunftsfähige Arbeits-, Lebens-, Lern- und Erlebniswelten?”  

Kurz gesagt: Indem wir Menschen, Räume und Technologien zusammen denken und uns in der Beratung von Anfang an auf die spätere Nutzung und den Betrieb konzentrieren. Unsere Kunden führen wir durch den gesamten Prozess – von der Strategie bis zur Umsetzung in die Praxis.

Diese typischen Herausforderungen lösen wir für Sie

  • Strategischer Nutzen: Häufig scheint der konkrete Nutzen, den moderne Arbeits‑, Lern‑ und Kundenwelten leisten, unklar. Das ändern wir. Wir machen deutlich, wie sich Ihr Investment auf Unternehmensstrategie, Leistung, Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität für die Nutzenden auswirkt.  
  • Wirtschaftlichkeit und ROI: Der Erfolg von modernen Arbeits-, Lern- und Kundenwelten ist nicht messbar? Doch. Wir berechnen Ihnen den Business Case, den Return on Investment und die Lebenszykluskosten. Sie bekommen KPIs, Governance-Modelle und klare Verantwortlichkeiten, die dafür sorgen, dass sich Ihr Investment dauerhaft lohnt. 
  • Flächen und Investitionen: Die Kosten sind oft zu hoch – das Corporate Real Estate Management strebt flexible, skalierbare Flächen an. Wir entwickeln Konzepte, die über den gesamten Lebenszyklus wirtschaftlich sind.  
  • Organisation und Wirksamkeit: Moderne, hybride Arbeits-, Lern- und Kundenumgebungen wirken sich nachweislich positiv auf die Zusammenarbeit, die Kultur und die Marke aus. Vor den damit verbundenen Veränderungen scheuen jedoch viele Organisationen zurück. Denn sie sind unsicher, wie sie den Change richtig steuern. Oder sie unterschätzen diese essenzielle Aufgabe. Wir gestalten Veränderungen so, dass alle Beteiligten mitziehen. Denn die Zahlen und Fakten am Ende sind nichts wert ohne ein gutes Bauchgefühl von Beginn an.  
  • Betrieb und Nachhaltigkeit: Hohe Kosten für Flächen und ineffizient genutzte Energie und eine mangelnde Servicequalität belasten viele Organisationen. Wir sorgen für einen effizienten, nutzerorientierten und nachhaltigen Betrieb.  
  • Technologie und Digitalisierung: Organisationen stehen unter Druck, auf die digitalen Plattformen und Innovationen zu setzen, die künftig relevant bleiben. Außerdem müssen sie audio-visuelle Medien, IT, Workplace-Technologien, KI und Daten sicher, skalierbar und benutzerfreundlich in ihre bestehende Systemlandschaft integrieren. Wir unterstützen sie dabei.   

User Centric Solutions steht für die nutzer- und betriebsorientierte Beratung, Planung und Umsetzung von leistungsfähigen Arbeits-, Lebens-, Lern- und Erlebniswelten.  

All diesen Herausforderungen begegnen unser Expert:innen mit integrierten Lösungen. Denn wer den physischen und digitalen Raum transformieren will, kommt mit isolierter Planung nicht weit.  

Stattdessen vereinen wir Kompetenzen in Organisationsberatung, Architektur, Digitalisierungs- und Technologieberatung, Projektmanagement, Nachhaltigkeit und Change Management. 

Wir verbinden Menschen, Räume und Technologien in diesen Bereichen:

Schaffen Sie mit uns ein flexibles, modulares und hybrides System, das Produktivität, Kollaboration und Wohlbefinden gleichermaßen stärkt. 

Zukunftsfähige Arbeitswelten sind mehr als Büros. Sie sind Werkzeuge für Produktivität, Zusammenarbeit und operative Exzellenz.​  

  • Mitarbeitendenmagnet: Arbeitsumgebungen, die Identität stiften und durch Nutzererlebnisse Akzeptanz schaffen​  
  • Flächeneffizienz: Flexible, skalierbare Konzepte für aktivitätsbasiertes Arbeiten mit optimierter Auslastung und nachhaltiger Wirtschaftlichkeit​  
  • Hybride Zusammenarbeit: Leistungsfähige technologische Infrastruktur für barrierefreie, reibungslose hybride Zusammenarbeit​  
  • Akzeptanz und Umsetzung: Integriertes Change Management für produktive Nutzung der neuen Arbeitswelt ab dem ersten Tag​  

Wir denken und handeln ganzheitlich und führen Sie vom Start bis zum Abschluss durch Ihr Projekt: von der Entwicklung Ihrer Workplace‑Strategie über die Konzeption, Planung und Umsetzung bis zur Einführung inklusive Skalierung, Roll-out und den Betrieb.​ 

Wir bauen mit Ihnen adaptive und inspirierende Umgebungen. Hier können Menschen hybride Lernen, zusammenarbeiten und nachhaltig ihre Kompetenzen entwickeln.

Moderne Lehr- und Lernumgebungen müssen Wissen schneller verfügbar machen und Lehre erleichtern – vor Ort und hybrid.​  

  • Zeitgemäßes Lernen: Lernumgebungen, die Lehrende und Lernende unterstützen und innovative Lehr‑ und Lernformate ermöglichen​  
  • Hybride Exzellenz: Interaktive Präsentations‑, Kommunikations‑ und Kollaborationstechnologien für Präsenz‑ und Remote‑Teilnehmende in einem Raum​  
  • Skalierbarkeit: Standardisierte, wirtschaftliche Konzepte für nachhaltigen Betrieb sowie Roll‑outs über ganze Portfolios​  
  • Befähigung und Akzeptanz: Integriertes Change Management mit gezielten Schulungen für Personal und Lehrende​  

Wir entwickeln Lösungen für die hybride Bildung in modernen Lernwelten. Dabei beraten wir Sie beim Erstellen der strategischen Ausrichtung und der Umsetzung innovativer Lehrformate. So sichern wir den Betrieb langfristig und wirtschaftlich.​

Wir entwickeln mit Ihnen konsistente, emotional erlebbare, physisch-digitalen (phygitale) Touchpoints. Dadurch schaffen Sie persönliche Relevanz, stärken die Markenidentität und ermöglichen eine nahtlose Customer Journey.   

Kunden- und Markenbindung entsteht dort, wo der phygitale Raum zum messbaren Markenerlebnis wird.  ​  

  • Markenerlebnis: Brand‑ und Retailformate, die Orientierung schaffen, Vertrauen stärken und Kaufentscheidungen unterstützen​  
  • Customer Journey: Durchgängige Erlebnisse durch die Verbindung analoger und digitaler Touchpoints​  
  • Technologische Inszenierung: Innovative Technologien zur wirkungsvollen Inszenierung von Marken und Produkten im Raum​  
  • Skalierbarkeit: Standortübergreifende Store-Konzepte und einheitliche Standards für effiziente Roll-outs​  
  • Wirtschaftlicher Betrieb: Effiziente Organisation von Roll‑out und Betrieb​  

Wir entwickeln ganzheitliche Konzepte für Brand‑ und Retail Spaces – von der Planung und Umsetzung bis zum Roll‑out und Betrieb.​  

Mit uns kreieren Sie immersive, emotionale Erlebnisräume, die das Fan‑Engagement steigern, Ihre Marke stärken und nahtlose Live‑ und Digital‑Erlebnisse ermöglichen. 

Moderne Sport‑ und Entertainment‑Umgebungen sind weit mehr als bloße „Venues“.  

Sie sind Plattformen für Emotion, Interaktion und Identifikation. Live vor Ort, hybrid und digital verbinden sie Besuchererlebnis, Betrieb und Vermarktung zu einem ganzheitlichen System.  

  • Fan Experience: Ganzheitlich gestaltete Erlebnisräume, die Nähe, Emotion und Identifikation schaffen – vor, während und nach einem Event  
  • Immersive Inszenierung: Audio‑visuelle und digitale Technologien zur eindrucksvollen Inszenierung von Spiel, Show, Marke und Storytelling im Raum  
  • Nahtlose Touchpoints: Durchgängige Besucher‑ und Nutzererlebnisse durch die intelligente Verknüpfung analoger, digitaler und mobiler Touchpoints  
  • Betriebs‑ und Erlösfähigkeit: Nutzer‑ und betriebsorientierte Konzepte zur effizienten Organisation von Betrieb, Sicherheit, Hospitality und Vermarktung  
  • Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit: Standardisierte, wartbare und skalierbare Lösungen für multifunktionale Nutzung, saisonale Formate und Roll‑outs  

Wir unterstützen Sie ganzheitlich – von der strategischen Erlebnis‑ und Nutzungsdefinition über die Konzeption, Planung und Umsetzung bis zur Inbetriebnahme. Weiter geht’s mit dem laufenden Betrieb und der kontinuierlichen Weiterentwicklung Ihrer Sports and Entertainment‑Umgebungen.  

Schaffen Sie persönliche, nahtlose und multisensorische Erlebnisse, die Komfort, Effizienz und emotionale Gastbindung an jedem Touchpoint stärken.

Erst wenn Komfort, Flexibilität und Erlebnisqualität sich mit einem effizienten Betrieb verbinden, entsteht das wahre Gästeerlebnis. Das gilt für moderne Hotels genauso wie für Co‑Working Spaces und Veranstaltungszentren.  

  • Gästeerlebnis: Komfortable, flexibel nutzbare Hospitality‑ und Eventflächen mit Flair​
  • Marktpositionierung: Von der Marktstrategie über die Konzeption und Planung bis zu Roll‑out und Betrieb​  
  • Digitale Guest Experience: Intelligente Informations‑ und Leitsysteme sowie In‑Room‑Entertainment für mehr Komfort und Sicherheit​  
  • Multi‑Format‑Performance: Technologische Ausstattung und Nutzungskonzepte für Events, Tagungen, Konferenzen und wechselnde Formate​  
  • Investitionssicherheit: Nachhaltige Betriebskonzepte für langfristige Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit​  

Wir führen Sie durch Ihr Projekt – von der Marktpositionierung, über Konzeption, Planung und Umsetzung bis zu Roll‑out und Betrieb.​  

Mit uns entstehen hoch performante, sichere und intuitive Arbeitsplätzen, die situatives Entscheiden, Echtzeit‑Transparenz und effiziente Zusammenarbeit in kritischen Lagen ermöglichen.

Moderne Kontrollräume, Leitstellen und Lagezentren sind das Nervenzentrum organisationaler Handlungsfähigkeit. Sie bündeln Informationen, Technologien und Menschen zu einer integrierten Entscheidungs‑ und Reaktionsfähigkeit. Rund um die Uhr erfüllen sie höchste Anforderungen an Verfügbarkeit, Sicherheit und Ergonomie.  

  • Situationsbewusstsein: Intelligente Visualisierungs‑ und Informationskonzepte für ein gemeinsames, belastbares Lagebild in Echtzeit  
  • Mensch‑Maschine‑Interaktion: Ergonomisch und nutzerzentriert gestaltete Arbeitsplätze für dauerhaft leistungsfähiges Arbeiten in kritischen Einsatz‑ und Betriebsszenarien  
  • Technologische Resilienz: Hochverfügbare, sichere und skalierbare AV‑, IT‑ und Leitstellentechnologien für missionskritische Anwendungen  
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Räume und Systeme, die Führung, Analyse, Entscheidung und operative Umsetzung nahtlos verbinden – lokal, hybrid und organisationsübergreifend  
  • Betrieb und Zukunftssicherheit: Standardisierte, wartbare Konzepte mit klaren Betriebs‑, Update‑ und Skalierungsstrategien über den gesamten Lebenszyklus  

Wir unterstützen Sie ganzheitlich während Ihres gesamten Projekts – von der strategischen Bedarfs‑ und Anforderungsanalyse über Konzeption, Planung und Realisierung bis zur Inbetriebnahme. Dazu gehören auch die Themen Schulung, Betriebsorganisation sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung Ihrer Command‑ und Control‑Umgebung.  

Consulting Real-Estate Solutions Visual

Unser Beratungsansatz

Integriert statt isoliert. Strategisch statt reaktiv. Deshalb sind wir auch von der Strategieentwicklung bis in den Betrieb hinein an Ihrer Seite.  

People, Places und Technology gehören untrennbar zusammen: Das heißt, dass wir die Dimensionen Mensch und Organisation, Fläche und Raum sowie Digitalisierung und Technologie konsequent zusammen denken. Nur so können wir wirksame, skalierbare und wirtschaftliche Umgebungen für Unternehmen und Organisationen schaffen – mit dem bestmöglichen Nutzungserlebnis. 

Ihre Mehrwerte 

  • Immobilien- und Flächenstrategie  
    Wir schaffen Klarheit für Ihre nächsten Schritte: belastbare Entscheidungsgrundlagen für Neubau, Modernisierung, Umzug oder Roll-out – damit Sie schnell, sicher und wirtschaftlich planen können.  
  • Innenarchitektur und Brand Experience  
    Wir übersetzen Nutzer-, Kunden- und Betriebsanforderungen in Räume, die sowohl funktional als auch inspirierend sind – für effiziente Abläufe und eine starke Markenpräsenz im Alltag.  
  • Technologie und Digitalisierung  
    Wir integrieren moderne AV/IT-Lösungen mit digitalem Gebäudebetrieb und datenbasierter Planung – für smarte Entscheidungen, optimierte Prozesse und eine zukunftssichere Infrastruktur.  
  • Change Management  
    Wir begleiten Veränderungen auf allen Ebenen – klar und wirkungsvoll. Wir beziehen alle Beteiligten ehrlich mit ein. Denn nur dann werden diese den Wandel akzeptieren, unterstützen und umsetzen.  
  • Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit  
    Wir vereinen ökologische und ökonomische Ziele über den gesamten Lebenszyklus hinweg – für messbare Nachhaltigkeit, reduzierte Betriebskosten und langfristige Wertstabilität.  
  • Nutzerprojektmanagement  
    Wir steuern den gesamten Nutzerprozess – von der Anforderungsdefinition über bauliche Schnittstellen bis hin zu Change, Umzug und Betrieb. Das entlastet alle Beteiligten und Sie setzen Ihre Projekte reibungslos um.
Presse

Vom Sanierungsstau zum Bildungsschub: Strategien aus der Schulbaukrise

Innovative Konzepte wie Multiprojektmanagement bei 22 Schulen in Köln oder der Gebäudetyp E in Bayern zeigen, wie der Weg aus dem Sanierungsstau gelingen kann. © Getty Images - Dusan Stankovic
Die Schule in der Zusestraße in Köln ist eine der 22 Schulen, die durch Multiprojektmanagement von Drees & Sommer gesteuert wird. © loomn.de Architekturvisualisierung

Stuttgart, 04. November 2025. Deutschlands Schulinfrastruktur steht am Limit. Der Bau- und Sanierungsbedarf ist immens, die Haushaltskassen der Länder und Kommunen vielerorts leer. Die gute Nachricht: Es gibt konkrete Ansätze und Lösungen, wie die dringend benötigten Maßnahmen jetzt angegangen werden können. Ein wichtiger Hebel zur Finanzierung stellt dabei das am 18.03.2025 beschlossene Sondervermögen der Bundesregierung dar. Um die Sanierungen zu beschleunigen, setzt Bayern bei Pilotprojekten bereits auf den Gebäudetyp E. Städte wie Köln zeigen zudem, wie sich der Sanierungsstau durch Multiprojektmanagement und strategisches Liegenschaftsmanagement systematisch und effizient bewältigen lässt.   Bei den langfristig angelegten Maßnahmen unterstützt das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE die Städte und Kommunen. 

Der Putz rieselt von den Wänden, durch undichte Fenster pfeift der Wind, der Wasserhahn tropft und die Räume sind schon lange viel zu klein – Nach aktuellen Schätzungen der staatlichen Förderbank KfW beläuft sich der Sanierungsstau an deutschen Schulen auf rund 55 Milliarden Euro. So viel sei nötig, um die maroden Gebäude wieder in einen funktionalen und sicheren Zustand zu versetzeni. Gleichzeitig steigen die Schülerzahlen kontinuierlich. Laut Prognosen der Kultusministerkonferenz wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler bis zum Jahr 2035 bundesweit um rund 758.000 auf insgesamt 11,8 Millionen anwachsenii. Hinzu kommen neue Anforderungen wie der flächendeckende Ausbau von Ganztagsangeboten an Grundschulen ab August 2026 und die stetig wachsenden Städte und Ballungsräumeiii.

Mehr als nur Risse in der Wand 

„Der bauliche Zustand vieler Schulen ist eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit sowie das gute Lernen und Lehren der Schüler- und Lehrerschaft“, sagt Thomas Köhler, Spezialist für Bildungsbauten bei Drees & Sommer. „Wer sich in einem Raum nicht wohlfühlt, der kann sich schlechter konzentrieren und sich weniger gut entfalten.” Damit Schulen diese Probleme beheben können, oder sie beim Neubau gar nicht erst entstehen, unterstützt Köhler Städte und Kommunen mit umfassenden Beratungsleistungen. Er hat bereits verschiedenste Schulprojekte im gesamten Bundesgebiet begleitet und bringt dabei technisches Know-how, pädagogisches Verständnis und strategische Planung zusammen.

Köhler kennt auch die Herausforderungen, vor denen viele Kommunen aktuell stehen: Zwar liege die Zuständigkeit für das Schulwesen formal bei den Ländern, doch die Verantwortung für die Schulgebäude tragen in der Regel die Städte und Gemeinden. „Dort fehlt es oft am Personal, Bürokratie erschwert schnelles Bauen zusätzlich und die finanziellen Mittel sind knapp bemessen”, sagt der Experte. Abhilfe könnte hier das im März 2025 beschlossene, 500 Milliarden Euro schwere, Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität der Bundesregierung schaffen. Knapp 100 Milliarden Euro sollen davon in die Länder und Kommunen fließeniv. Wie viel tatsächlich für die Sanierung und den Ausbau von Schulen zugutekommt, ist noch offen. Aber: „Es besteht jetzt die Chance, dringend benötigte Mittel schnell und unbürokratisch bereitzustellen”, meint Köhler. 

Sanierungsfall Babyboomer-Schulen 

Doch selbst wenn finanzielle Mittel verfügbar sind, bleibt die Umsetzung der Neubau- und Sanierungsfälle komplex. Denn vielerorts stehen Kommunen nicht nur vor organisatorischen, sondern auch vor baulichen Herausforderungen. Hier setzt die Arbeit von Thomas Köhler und seinen Kolleg:innen von Drees & Sommer an: Sie beraten und begleiten bundesweit Städte und Gemeinden, wie die Domstadt Köln, bei der großflächigen Sanierung und dem Ausbau von Schulen. Obwohl der Bedarf deutschlandweit hoch ist, gibt es darunter jene, um die es besonders schlecht steht. „Gebäude, die zwischen den 1950er und 1970er Jahren errichtet wurden, entstanden unter dem Druck, schnell und kostengünstig Raum zu schaffen. Der Fokus lag auf der schieren Anzahl der Räume und funktionaler Einfachheit, kurzum: Auf Quantität statt Qualität”, so der Experte. Typisch für diese Zeit seien beispielsweise Stahlbeton-Skelettbauten mit Waschbetonfassaden und einfachen Aluminiumfenstern, die zwar effizient gebaut wurden, heute aber als trist und energetisch problematisch gelten. „Mittlerweile sieht man die Folgen, die von Schadstoffen in den Materialien über mangelhafte Wärmedämmung und einfache Aluminiumverglasung bis hin zu veralteten Heiz- und Lüftungssystemen reichen“, so Köhler.

Auch bei der Barrierefreiheit besteht großer Nachholbedarf: „Viele Gebäude sind für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen kaum zugänglich. Zwar existieren Förderprogramme für barrierefreie Umgestaltungen, doch angesichts des umfassenden Sanierungsstaus reichen diese bei Weitem nicht aus”, so Köhlerv. Wenn er von Sanierungen der Babyboomer-Schulen spricht, dann meint der Schulbau-Experte meist eine grundlegende Erneuerung. „Ein frischer Anstrich oder eine neue Fassade reichen nicht“, sagt er. „Wer nachhaltig sanieren will, muss tief in die Bausubstanz eingreifen.“ Denn energetische Maßnahmen allein können Schadstoffe wie Asbest, PCB oder Schimmel nicht beheben. Neben den baulichen Mängeln klagen Lehrkräfte und Schulleitungen außerdem zunehmend über räumliche Missstände: Zu kleine Klassenzimmer, fehlende Differenzierungsräume und unzureichende Flächen für moderne, teamorientierte Lernkonzepte erschweren den Schulalltag. Die alten Schulgebäude sind häufig noch auf Halbtagsschulbetrieb ausgelegt, während die Schulen heute vielfach Ganztagsangebote und individuelle Förderungen anbieten müssen. Der bisher im Schulbau verwendete Planungswert von zwei Quadratmeter pro Schülerin oder Schüler sei angesichts neuer pädagogischer und organisatorischer Anforderungen schlicht zu geringvi. 

Fahrplan gegen den Sanierungsstau: Multiprojektmanagement in Köln 

„Um den Sanierungsstau an deutschen Schulen zu lösen, braucht es koordinierte Maßnahmen und eine Art Sanierungsfahrplan“, ist sich Thomas Köhler sicher. Ein solcher Fahrplan müsse auf Basis klarer Prioritäten regional gedacht werden und dürfe nicht an den Grenzen einzelner Kommunen enden. Die Grundlage dafür bildet eine strategische Liegenschaftsberatung, die die verschiedenen Bildungseinrichtungen großflächig systematisch erfasst, den baulichen und funktionalen Bedarf analysiert und klare Prioritäten setzt. 

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt sich seit ein paar Jahren in Köln. Bereits 2017 beauftragte die Domstadt das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer mit der Sanierung, Erweiterung und dem Neubau von mehreren Schulbauprojekten. Sieben Maßnahmen, welche mit der Unterstützung des Beratungsunternehmens gesteuert wurden, konnten bis 2023 termingerecht und erfolgreich abgeschlossen werden. Der Erfolg führte zu einer erneuten Vergabe an Drees & Sommer in Form von einem weiteren Teil des zweiten Schulbau-Maßnahmenpakets in Köln. Für die insgesamt 22 Schulbauprojekte in Köln etablierte die Stadt ein Multiprojektmanagement, das sich schnell als Erfolgsmodell herausgestellt hat. „Wir planen dabei nicht jedes Bauvorhaben einzeln, sondern koordinieren alle 22 Projekte gemeinsam und im Verbund“, erklärt Teamleiterin Anja Könings, die das Projekt bei Drees & Sommer verantwortet. „Dadurch schaffen wir Synergien, sparen Zeit und Ressourcen und beschleunigen die Umsetzung deutlich”, sagt die Expertin. 

Zu den Leistungen, die im Multiprojektmanagement des Schulbauprogramms erbracht werden, gehört neben der unterstützenden Projektleitung und -steuerung auch das BIM-Qualitätsmanagement. BIM, kurz für Building Information Modeling, ist eine digitale Planungsmethode, bei der alle Informationen zu einem Bauprojekt in einem digitalen 3D-Modell zusammengeführt werden. Dadurch können Planerinnen und Planer, Bauherren und Fachleute aller Disziplinen gleichzeitig auf aktuelle Daten zugreifen, Konflikte frühzeitig erkennen und Abläufe effizient koordinieren. Im Projekt in Köln koordiniert ein interdisziplinäres Team aus rund zwanzig Expertinnen und Experten das Gesamtprojekt mithilfe dieses digitalen Tools. 

Eine weitere Besonderheit des Multiprojektmanagements ist die Vergabe durch Drees & Sommer an General- und Totalunternehmer. „Dadurch vermeiden wir Aufwand für Einzelausschreibungen”, sagt Könings. Stattdessen erfolgt die Umsetzung aus einer Hand, was das Projekt beschleunigt und gleichzeitig Risiken minimiert. Die Projektleiterin sieht auch standortübergreifende Vorteile: „Wir nutzen Synergien zwischen den verschiedenen Teilprojekten, was hauptsächlich bei der Wiederverwendung von Planungselementen, der Abstimmung von Bauzeiten oder der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen zum Einsatz kommt. Dasselbe machen wir auch innerhalb unseres Teams. Wir haben Expertinnen und Experten mit pädagogischem, soziologischem und baufachlichem Know-how. Dadurch können wir die Schulen nicht nur baulich fit machen, sondern die Anforderungen moderner Lernwelten bereits im Planungsprozess berücksichtigen”, so Könings.

Bayern baut schneller mit dem Gebäudetyp E 

Ein vielversprechender Weg, um Bauprojekte im Bildungsbereich deutlich zu beschleunigen, zeigt sich auch mit dem Gebäudetyp E, einem innovativen Baukonzept, das Bayern bereits erfolgreich vorantreibt. E steht dabei für einfach und effizient und verfolgt das Ziel, Schulgebäude modular, flexibel und standardisiert zu planen. Durch ihn lassen sich Bauzeiten verkürzen, Kosten senken und gleichzeitig moderne, pädagogisch hochwertige Lernumgebungen schaffen. Die modulare Bauweise erlaubt es, Gebäude schnell an wechselnde Schülerzahlen anzupassen und energetische sowie funktionale Anforderungen zu erfüllen. 

Doch warum setzt man das, was in der Theorie so einfach und sinnvoll klingt, nicht flächendeckend in ganz Deutschland ein? „Dort fehlen bislang noch die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, um ähnliche Modelle umzusetzen. Eine bundesweite Anwendung erfordert noch umfangreiche Abstimmungen in Normung und Gesetzgebung”, so Köhler. „Bayern hingegen hat die rechtlichen Voraussetzungen für den Einsatz des Gebäudetyps E frühzeitig geschaffen. Im Sommer 2023 wandelte das Bayerische Bauministerium Artikel 63 der Bayerischen Bauordnung von einer Ermessens- in eine Sollvorschrift um. Damit dürfen Behörden seither regelmäßig von bestehenden Normen abweichen”, erklärt der Schulbauexperte. Dadurch, dass man sich vom eigentlichen Regelwerk loslöst, wird eine einfachere, kostengünstigere und ressourcenschonendere Bauweise ermöglicht, ohne die Sicherheit zu gefährden. Derzeit werden mehrere Schulen in Mittelfranken und Oberbayern als Gebäudetyp E realisiertvii.

Schulbau wird zur Kostenfalle: Innovative Finanzierungsmodelle für Kommunen 

Pro saniertem Schulplatz müssen Kommunen aktuell mit rund 34.000 bis hin zu über 77.000 Euro rechnen. Für den Neubau von Schulen liegen die Kosten pro Quadratmeter genehmigter Hauptnutzfläche je nach Schultyp etwa zwischen 4.800 und über 6.400 Euro. Für eine neue Grundschule werden im Durchschnitt rund 30 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt, bei steigender Tendenz wegen hoher Baukosten und Preisexplosionen. Die Preise variieren dabei zwischen der Größe von Städten, in denen die Schule liegt. Neubaukosten in größeren Städten wie Hamburg oder Berlin sind in den letzten Jahren von circa 3.300 Euro pro Quadratmeter auf über 4.000 Euro gestiegenviiiix. 

Da die Kommunen die Kosten längst nicht mehr alleine stemmen können, rücken alternative Finanzierungs- und Fördermittelmodelle zunehmend in den Fokus. Um im Bürokratiedschungel den Überblick zu behalten, wo und wie es welche Fördermittel gibt, berät Drees & Sommer die Kommunen dabei. Dabei geht es nicht nur um die Identifikation passender Förderprogramme, sondern auch um die strategische Planung und die konkrete Antragstellung.   

Neben klassischen Fördermitteln setzen einige Kommunen auf private Investoren und Public-Private-Partnership-Modelle, um die Sanierung und den Neubau von Schulen zu finanzieren. Private Kapitalgeber bringen dabei frische Mittel in Bildungsimmobilien ein, die dann von den Kommunen langfristig angemietet werden. „Das öffnet neue Finanzierungsspielräume für überforderte Kommunalhaushalte, da die Investitionskosten über Mietverträge gestreckt werden können”, sagt Köhler. Der Trend zu solchen alternativen Finanzierungsformen wird durch steigendes Investoreninteresse und das Bedürfnis nach nachhaltiger, klimaneutraler Bauweise zusätzlich befeuert. Die Drees & Sommer-Tochter Real Blue KVG unterstützt die Kommunen darin, geeignete Finanzierungsstrukturen zu entwickeln, die Förderprogramme effizient in solche Modelle integrieren und so möglichst viele öffentliche Zuschüsse mit privatem Kapital kombinieren.

Mehr als Lippenbekenntnisse 

Damit solche Vorhaben wie aktuell in Bayern oder Köln nicht nur auf dem Papier bestehen, braucht es mehr als gute Ideen. „Es braucht politischen Rückhalt und ein ausreichend ausgestattetes Budget, das gezielt statt tröpfchenweise eingesetzt wird“, fordert Thomas Köhler von Drees & Sommer. „Nur wenn Bund, Länder und Kommunen gemeinsam Verantwortung übernehmen und klare Prioritäten setzen, lassen sich die Herausforderungen im Bildungsbau nachhaltig bewältigen. Ein echter Wandel kann nur dann gelingen, wenn zukünftig alle – vom Staat bis hin zur Privatwirtschaft – an einem Strang ziehen, sei es bei der Finanzierung, der Entwicklung innovativer Lösungen und auch beim Hinterfragen bestehender Standards. Nur so können komplexe Großprojekte schneller, kosteneffizienter und qualitativ hochwertiger umgesetzt werden. Wollen wir als Wirtschaftsstandort aufholen, müssen wir solche Partnerschaften nicht nur zulassen, sondern aktiv fördern. Der Staat muss nicht alles selbst bauen. Aber er muss sicherstellen, dass gebaut wird. Unsere Kinder, die künftigen Generationen, haben ein Recht darauf.” 

[i] Analysen und Publikationen von KfW Research zur Bildungsinfrastruktur | KfW

[ii] Aktuelle Vorausberechnung: Schülerzahlen steigen voraussichtlich um 758.000 bis 2035

[iii] Mehr Plätze, mehr Qualität: Der Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder - Ganztagsbetreuung

[iv] Investitionsoffensive für das ganze Land | Bundesregierung

[v] Infrastruktur Kreditprogramme

[vi] Raumgröße und flexible Raumnutzung - Sichere Schule

[vii] Neubau einer Mittelschule - Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

[viii] GiB-Studie_BSO_Kosten_2022_10_24.pdf

[ix] Schulen: Kostensteigerungen kommen auch Schulbau teuer zu stehen | DIE ZEIT

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