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Public Transport
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Lösungen für die Branche Public Transport

Dem Public Transport, also dem öffentlichen Personen-Nahverkehr, fällt in Zukunft eine immer wichtigere Rolle zu. Die Branche bietet hohes Potenzial, im Umweltschutz voranzukommen, etwa bei der CO2-Reduzierung. Dabei geht es um die Verkehrsverlagerung auf die Schiene und umweltfreundliche Alternativen für dieselbetriebene Fahrzeuge im Schienennah-/Busverkehr. Zudem besteht ein hoher Bedarf an der Sanierung und Optimierung der Anlagen und Gebäude des ÖPNV.

Dem Mobilitätssektor sind strenge Ziele beim Umwelt- und Klimaschutz gesetzt. Die Betreiber müssen ihre Systeme auf die gesetzlichen Vorgaben einstellen. Sie können dabei auf ein immer größeres Angebot zugreifen: Besser entwickelte Technologien für alternative Antriebe sind auf dem Markt. Das gilt beim Nah- und Fernverkehr sowohl für die Straße als auch Schiene.

Nach wie vor sind zahlreiche Bahnstrecken nicht elektrifiziert. Darauf verkehren Züge mit Dieselantrieb, die zusammen mit Diesel betriebenen Omnibussen wesentliche Treiber des CO2-Ausstoßes sind. Betreiber müssen perspektivisch alle Dieselmotoren durch Wasserstoff-Technologie oder Elektroantrieb ersetzen.

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Die Verstädterung nimmt ebenso zu wie die Zersiedlung. Damit wächst der Bedarf zusätzlicher Angebote in der Mobilität. Die Schiene gewinnt gegenüber der Straße weiter an Gewicht. Dies betrifft sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr, der von der Straße auf die Schiene verlagert werden muss. Nur so erreichen sie die international vereinbarten Klimaziele. Bis zum Jahr 2030 müssen sie die Kapazitäten der Schienen-Infrastruktur deutlich erhöhen. Das hat massive Investitionen zur Folge.

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Ein Betreiber muss Bauwerke und Anlagen modernisieren, um den Betrieb zu sichern und die Qualität zu steigern. Er muss Bahnhöfe in ihrer Wahrnehmung verbessern, denn für Kunden sind Bahnhöfe heute oft keine Orte, an denen sie sich wohlfühlen. Geschäfte für die Dinge des täglichen Bedarfs fehlen. Zudem entsprechend Anlagenbestände oft nicht mehr heutigen Standards. Neue Fahrzeugkonzepte passen nur zum Teil in die bestehende Infrastruktur und zu den Werkstätten.

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Unsere ProjekteDiese Public-Transport-Projekte könnten Sie interessieren. 
Presse

Deutschlands größtes U-Bahn-Bauprojekt in Hamburg: Die vollautomatische Linie U5

Die neue U-Bahnlinie U5 soll künftig vollautomatisch und im bis zu 90-Sekunden-Takt fahren. Automatische Bahnsteigtüren sorgen für Sicherheit auch bei hoher Auslastung. © Gruber + Popp Architekt:innen BDA

Hamburg, 30. April 2026. Mit dem Bau einer neuen U-Bahnlinie realisiert die HOCHBAHN U5 Projekt GmbH das derzeit größte U-Bahn-Bauprojekt Deutschlands. Auf einer Gesamtstrecke von 29 Kilometern entstehen 24 neue Haltestellen, die ganze Stadtteile wie Bramfeld und Osdorf erstmals an das Hamburger Schnellbahnnetz anbinden. Vollautomatisch und im bis zu 90-Sekunden-Takt soll die fahrerlose U-Bahn über 315.000 Fahrgäste täglich von A nach B bringen. Das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE verantwortet die Bauoberleitung und die Fachbauüberwachung beim Ausbau der U5-Haltestelle City Nord und dem zugehörigen Tunnelabschnitt. Die Inbetriebnahme des Teilabschnitts ist für Ende 2029 geplant.

Hamburg wächst seit Jahren langsam, aber stetig. Einer Prognose des Statistikamts Nord zufolge wird die Hansestadt im Jahr 2030 voraussichtlich erstmals die Marke von zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern überschreiteni. Dieser Zuwachs macht sich schon heute bemerkbar: Die Straßen sind vielerorts stark belastet und der öffentliche Personennahverkehr stößt zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Die neue U-Bahnlinie U5 soll den innerstädtischen Verkehr spürbar entlasten und gleichzeitig die Mobilitätswende hin zu grünen Verkehrsmitteln vorantreiben.

Mithilfe modernster Technik können die Züge nachfrageorientiert und in hoher Taktung eingesetzt werden und den Fahrgästen somit ein komfortables Fahrerlebnis bieten.  Durch die Anbindung von Wohnorten und wichtigen Standorten, wie der Universität Hamburg, dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) oder dem Volksparkstadion mit der vollautomatischen U5 können viele Menschen zum Umstieg vom Auto auf die U-Bahn bewegt werden. Das bedeutet weniger Autoverkehr, mehr Raum in der Stadt und eine spürbare Entlastung der Straßen.

Emissionen verringern durch effiziente Planung

Neben einem verbesserten Mobilitätsangebot spielen beim Bau der U5 auch Nachhaltigkeitsaspekte eine zentrale Rolle. Die neue Linie wird künftig vollständig mit Ökostrom betrieben. Bereits in der Bauphase senken klimaschonende Zemente und Stähle sowie effizientere Planungs- und Bauprozesse die CO₂-Emissionen um bis zu 70 Prozent gegenüber herkömmlichen Bauweisenii. Wie sich Bauabläufe beschleunigen lassen, weiß Jan Marquis, Projektleiter bei Drees & Sommer. Zusammen mit seinem Team verantwortet er die Bauoberleitung für die U5-Haltestelle City Nord sowie den angrenzenden Tunnelabschnitt. Dabei übernimmt er unter anderem die Koordination aller beteiligten Gewerke sowie die Kontrolle von Qualität, Kosten und Terminen.

„Die Bauarbeiten sollen im Sinne einer effizienten Bauzeit im Mehrschichtbetrieb ausgeführt werden”, erklärt der Bauingenieur. „Gleichzeitig müssen Abstimmungen, Protokolle, Berichte und Genehmigungsprozesse in deutlich kürzerer Zeit bewältigt werden. Unsere Aufgabe ist es deshalb, hier eine klare und effiziente Kommunikation zwischen allen Beteiligten sicherzustellen und das Teilprojekt innerhalb des vereinbarten Termin- und Kostenrahmens zu halten.” Das Team von Drees & Sommer dokumentiert dabei sämtliche Besprechungen, Baufortschritte und Entscheidungen systematisch mit einem eigens entwickelten Live-Dashboard. „So wissen alle Projektbeteiligten jederzeit, wo das Projekt steht. Wenn es an einer Stelle zu Verzögerungen kommt, können wir früh reagieren und gezielt gegensteuern“, sagt Marquis.

Schritt für Schritt zum vollautomatischen Betrieb

Der Neubau der Linie U5 erfordert einen hohen technischen Anspruch: „Die U5 fährt vollautomatisch und erreicht damit den höchsten Automatisierungsgrad, den sogenannten GoA4-Standard“, erklärt Jan Marquis. Zum Sicherheitskonzept gehören automatische Bahnsteigtüren, die Bahnsteig und Gleisbereich voneinander trennen. „Das stellt besondere Anforderungen an die Gebäudeautomation, die Energieversorgung und die Kommunikationstechnik.“ Auch architektonisch setzt die U5 neue Maßstäbe: In der Haltestelle City Nord wird erstmals das Gestaltungskonzept des renommierten Hamburger Architekten Hadi Teherani umgesetzt, das als Vorlage für die weiteren Stationen der Linie dient.

Damit später alle Systeme reibungslos zusammenspielen, müssen die einzelnen Bauabschnitte technisch exakt aufeinander abgestimmt sein. „Wir werden deshalb in engen Austausch mit dem Team für Systemtechnik treten, um alle technischen Standards zu erfüllen und einen sicheren Betrieb zu gewährleisten“, betont Marquis. An der neuen U5-Haltestelle City Nord und dem angrenzenden Tunnelabschnitt laufen die Bauarbeiten bereits auf Hochtouren. Beides sind Teile des ersten Bauabschnitts der U5, der eine Länge von 5,8 Kilometern und fünf Haltestellen umfasst. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 75 Prozent an den förderfähigen Kosten. Nach dem geplanten Start des Probebetriebs im Jahr 2027 soll der Streckenabschnitt zwischen City Nord und Sengelmannstraße Ende 2029 für Fahrgäste öffnen. 2033 folgt dann die Eröffnung des gesamten ersten Bauabschnitts zwischen City Nord und Bramfeld.

[i] Bevölkerungsprognose für die Hamburger Stadtteile - Statistik Nord
[ii] Die U5 für Hamburg | Hamburger Hochbahn AG 

„Mit Vollgas zum Projekterfolg"

Riedbahn-Modernisierung durch Teamwork

In dieser Folge des Blue Waves Podcasts stehen Team-Spirit und Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Unsere Gäste Annette Beierl, Teamleiterin, und Fabian Esslinger, Projektleiter bei Drees & Sommer, waren an der beeindruckenden Modernisierung der Riedbahn beteiligt. Als Teil eines Teams von über 800 Mitwirkenden setzten sie eines der größten Infrastrukturprojekte Europas erfolgreich um.

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Saskia Meynhardt

Head of Public Transport

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